Pharmaindustrie investiert Millionen in Österreich

Vira Therapeutics wurde 2013 gegründet und forscht zu Behandlungsoptionen für Krebspatienten.
© vira therapeutics

Innsbruck, Ingelheim – Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim (Umsatz von rund 18 Mrd. Euro im Jahr 2017) übernahm 2018 für insgesamt 210 Mio. Euro die Innsbrucker Biotechnologie-Firma ViraTherapeutics. Das Unternehmen engagiert sich in der Entwicklung von onkolytischen Viren als Immuntherapeutika gegen Krebserkrankungen.

Forscherin Dorothee von Laer hat verkauft.
© Andreas Rottensteiner / TT

Boehringer Ingelheim war bereits seit 2016 bei Vira­Therapeutics gemeinsam mit EMBL Ventures engagiert. ViraTherapeutics wurde zu einer eigenen Einheit in der Forschungsorganisation des deutschen Konzerns. Das Biotech-Unternehmen mit 19 Beschäftigten arbeitet in Innsbruck weiter wie bisher.

Große Pharmaunternehmen haben immer wieder hohe Summen in Biotech-Unternehmen in Österreich investiert. 2010 ließ der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) damit aufhorchen, für Lizenzen von Affiris (Alzheimer-Impfstoff) und Apeiron (ACE2-Enzym zur Behandlung von Lungenversagen) bei erfolgreicher Entwicklung bis zu 666 Mio. Euro zahlen zu wollen. Ende 2014 übernahm der Schweizer Pharmakonzern Roche das österreichische Biotechnologieunternehmen Dutalys für bis zu 590 Millionen US-Dollar (509,76 Mio. Euro). Dutalys ist auf die Entwicklung von bispezifischen monoklonalen Antikörpern spezialisiert. (TT, APA)

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