Pokalmärchen Anreiz für mögliche Wacker-Investoren

Der Pokal-Halbfinaleinzug war ein schwarzgrüner Fußball-Feiertag und die Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

Zusammen mit den zahlreich mitgereisten Fans wurde der Halbfinaleinzug euphorisch gefeiert.
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Von Wolfgang Müller

Innsbruck –„Ich mag solche Situationen. Aber beim letzten Schuss im Elferschießen schnellte der Puls schon in die Höhe“, gab Murat Satin nach dem Krimi mit Happy End in der NV-Arena von St. Pölten zu. Wackers „Mister Cool“ verwandelte in der 120. Minute per Strafstoß zum 3:3-Endstand und traf auch im Penaltyschießen mit dem finalen Volltreffer zum sensationellen Halbfinalaufstieg. „Wir haben so hart dafür gearbeitet. Umso schöner, wenn man dann auch belohnt wird.“ Entsprechend wurde der Sieg in St. Pölten gefeiert. Zuerst mit den treuen Fans im Stadion, dann wurde in der Kabine so richtig „abgerockt“ und im Bus auf der Heimreise steppte ebenfalls der FCW-Bär. „Es war lässig, aber für eine exzessive Party waren wir auch zu müde“, gab Satin zu. Außerdem saß die gesamte Truppe um 9.30 Uhr schon wieder in der Wacker-Kabine im Tivolistadion.

Der Junge spuckt Eiswürfel – Murat Satin traf in der letzten Minute der Nachspielzeit per Strafstoß zum 3:3 und auch beim Elferschießen behielt er die Nerven.
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Hätte ein unverbesserlicher Optimist vor einem halben Jahr darauf gewettet, dass die FCW-Youngsters im Frühjahr 2020 im Pokal-Halbfinale stehen, der hätte wohl nur verständnisloses Kopfschütteln geerntet. Vor 19 Jahren stand letztmals eine Tiroler Mannschaft im ÖFB-Pokal-Halbfinale. Am 5. Mai 2001 siegte die FC-Tirol-Meistermannschaft im Hanappi-Stadion gegen Rapid 1:0 und musste sich dann im Finale überraschend dem FC Kärnten 2:1 nach Verlängerung geschlagen geben. Damals räumte Alfred Hörtnagl im FCT-Mittelfeld auf, am Freitag litt er als FCW-Sportchef an der Outlinie mit. „Das war ein echter Krimi, den unser Team mit Leidenschaft, Willen und physischer Stärke entschieden hat. Da wächst was zu- sammen“, verteilte Hörtnagl, der als Spieler dreimal den ÖFB-Cup gewann, ein Pauschallob an seine Nachfolger und blickt zugleich optimistisch in die Zukunft. „Wenn man vergleicht, wo wir im Sommer standen und wie wir jetzt dastehen, ist das ein Quantensprung und eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Und für die im Raum stehenden Wacker-Investoren ist das Pokalmärchen ein zusätzlicher Anreiz, bei den Schwarzgrünen einzusteigen. „In diesen Verhandlungen sind positive Signale immer förderlich“, bestätigt Hörtnagl.

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