Ötztaler Skifahrer starb bei Lawine auf Murkarspitze

Ein 23-jähriger Längenfelder fuhr bei der Abfahrt als Erster in einen Steilhang im Bereich des Roßkares ein. Dabei löste er ein 70 Meter breites Schneebrett aus.

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Längenfeld –Ein tödlicher Lawinenunfall ereignete sich am Sonntag im Gemeindegebiet von Längenfeld: Gegen 11 Uhr hatte eine fünfköpfige Skitourengruppe von Gries im Sulztal ausgehend den Gipfel der Murkarspitze (3150 Meter) erreicht. Ein 23-jähriger Längenfelder fuhr bei der Abfahrt als Erster in einen Steilhang im Bereich des Roßkares ein. Dabei löste er ein 70 Meter breites Schneebrett aus. Der Mann betätigte noch den Lawinenairbag, wurde aber dennoch zur Gänze verschüttet. Seine Bergkameraden konnten ihn mit dem LVS-Gerät orten und aus dem Schnee befreien. Der mit dem Hubschrauber an den Unfallort geflogene Notarzt konnte aber nur noch den Tod des 23-Jährigen feststellen.

Unfallverursacher und Zeugen gesucht

In zahlreichen Skigebieten gab es am Sonntag weitere schwere Zwischenfälle: In der Schlick 2000 in Fulpmes kam es gegen Mittag auf Höhe der Zirmbachalm zu einer Kollision: Zwei Jugendliche stießen mit einem 12-Jährigen und einer 14-Jährigen aus Österreich zusammen. Dabei erlitt der Bub leichte, das Mädchen schwere Verletzungen. Eine Zeugin konnte die Verursacher an der Weiterfahrt hindern, allerdings nur kurz. Nun sucht die Polizeiinspektion Fulpmes nicht nur besagte Frau, sondern auch die zwei Teenager (14 - 15 Jahre alt, beide trugen eine schwarze Jacke, eine graue bzw. braune Skihose, beide fuhren Twintip-Skiern ohne Stöcke).

Zeugen sucht auch die Polizei in Zell am Ziller: Im Skigebiet Zillertal Arena im Gemeindegebiet von Rohrberg war es nämlich zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Snowboarder und einem Skifahrer gekommen. Der Brite (55) hatte den Snowboarder angesprochen, weil dieser beinahe mit Jemandem kollidiert wäre. In der Folge schlug der Snowboarder mit einem Skistock auf den Kopf des Briten ein. Der musste nach Schwaz ins Spital geflogen werden, der Snowboarder flüchtete.

Schwere Unfälle auch in Steinach und im Kühtai

Zwei weitere schwere Unfälle gab es am Sonntag im Skigebiet Bergeralm in Steinach und im Kühtai.

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Gegen 12.45 Uhr, kam es im Schigebiet Bergeralm zwischen zwei Teilnehmern einer deutschen Ski-Reisegruppe zu einer Kollision. Zwei 71-jährige deutsche Urlauber kollidierten im oberen Bereich der rot markierten Piste Nr. 1a. Durch den Zusammenprall wurde einer der beiden bewusstlos und musste reanimiert werden. Anschließend wurde er mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus nach Innsbruck gebracht. Der zweite Skifahrer verblieb unverletzt.

Gegen 14.30 Uhr, fuhr ein 47-jähriger deutscher Urlauber auf der schwarz markierten Piste Nr. 7a im Schigebiet von Kühtai talwärts, als er kurz vor einem Steilhang zu Sturz kam und seine Ski verlor. Er rutschte in weiterer Folge unkontrolliert mit den Füßen voraus die steile Piste abwärts und prallte gegen eine 50-Jährige. Diese kam durch die Kollision zu Sturz und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

Nach der Erstversorgung durch die Pistenrettung wurde die Verletzte mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus nach Innsbruck verbracht. Der 47-Jährige verblieb bei dem Unfall unverletzt. (TT)


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