Wasserrettung Kramsach: Ein Stützpunkt für zwölf Gemeinden

Im Vorjahr gab es für die Kramsacher Retter 13 Alarmeinsätze. Nach der Stützpunkterweiterung braucht es demnächst ein neues Fahrzeug.

Am Inn, an den Seen oder bei Einsätzen an der Brandenberger Ache müssen die Mitglieder der Einsatzstelle Mittleres Unterinntal der österreichischen Wasserrettung ihr Können beweisen.
© Waserrettung

Von Walter Zwicknagl

Kramsach –„Die Erweiterung des Stützpunkts in Kramsach war sicherlich kein Luxus, wenn es uns auch finanziell belastet hat“, resümiert Michael Ausserhofer, Einsatzstellenleiter der Wasserrettung Mittleres Unterinntal, im Rückblick auf 2019. Bei 165.000 Euro lagen die Gesamtkosten für die Arbeit der Retter, die zwölf Gemeinden rund um Kramsach trugen mit 118.000 Euro zum Gelingen des lange angestrebten Projekts bei.

Derzeit zählt die Einsatzstelle in Kramsach der Österreichischen Wasserrettung 357 Mitglieder, die für die zwölf Gemeinden Kramsach, Brixlegg, Rattenberg, Radfeld, Kundl, Breitenbach, Angerberg, Mariastein, Angath, Wörgl, Brandenberg und Münster zuständig sind. 40 davon sind aktive Wasserretter, deren Ausbildungen vom Rettungsschwimmer und Wildwasserretter über den Einsatztaucher bis zum Bootsführer reichen. 25-mal musste das Team im Vorjahr ausrücken, darunter waren 13 Alarmeinsätze. Zweimal konnten die Helfer Menschen nur noch tot bergen.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Jugendarbeit.
© Wasserrettung

Neben den Überwachungsdiensten im Kundler Schwimmbad, im Reha Zentrum Münster, am Achensee und in der Wörgler Wasserwelt war ein Schwerpunkt die Jugendarbeit, wie der stellvertretende Einsatzstellenleiter Thomas Schaffer bei der Jahreshauptversammlung berichtete.

An die 75 Kinder und Jugendliche beteiligen sich am wöchentlichen Training, wobei dafür Scheine für Früh-, Frei-, Fahrten- und Allroundschwimmer winken. Auch 21 Polizeianwärter nutzten das Ausbildungsangebot der Wasserrettung. Mike Pokerschnig leitet eine neue Sektion, die sich intensiv mit der Unterwasserkamera beschäftigt.

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Zu künftigen Anschaffungen zählen Pager, aber auch ein Einsatzfahrzeug müsse auf längere Sicht ausgetauscht werden, erklärt Einsatzstellenleiter Michael Ausserhofer. „Hoffentlich zahlen da alle Gemeinden mit, was bisher nicht immer der Fall war.“


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