„Zu gefährlich": Verbindung Pians Strengen bleibt gesperrt

Nach der Mure bleibt die Straße zwischen Pians und Strengen weiter gesperrt. Derzeit gibt es keine Freigabe für eine Räumung.

Seit der vergangenen Woche ist die Straße zwischen Pians und Strengen wegen einer Mure gesperrt.
© Land Tirol

Von Matthias Reichle

Strengen, Pians –„Derzeit kann man nicht hineingehen, um sich das anzuschauen, geschweige denn, um zu räumen.“ Landesgeologe Thomas Figl kann noch keine Entwarnung geben. Knapp eine Woche nach der massiven Mure auf die Tiroler Straße zwischen Strengen und ­Pians komme es immer wieder zu kleinen Rutschungen, „es hängt noch relativ viel oben“, erklärt der Experte. Damit sei nicht abzuschätzen, wie lang die Straßensperre noch ­dauert.

Der gewaltige Erdrutsch hatte sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch seinen Weg ins Tal gebahnt und die Fahrbahn bis zu drei Meter hoch überschüttet – die Tiroler Tageszeitung berichtete. Schon damals rechnete man mit keiner schnellen Lösung.

„Die Rinne ist 600 Meter lang“, erklärt Günther Heppke, Leiter des Baubezirksamts Imst. Seine Mitarbeiter beobachten die Veränderungen derzeit täglich. Es schaut so aus, als ob sich der Hang weiter mit Wasser „ansäuft“. „Es ist derzeit kein Abfluss festzustellen“, so Heppke. An den Geländeaufnahmen sehe man, wo der Hang absacke und im Bewegung sei. Eine Prognose traut sich auch er derzeit noch nicht abzugeben. Eine Rolle werde sicher das Wetter der nächsten Tage spielen. Es deute viel darauf hin, dass mehr herunterkommen wird.

„Die Situation ist für die Bevölkerung eine Belastung, nichtsdestotrotz geht die Sicherheit vor“, zeigte sich der Strenger Bürgermeister Harald Sieß gestern pragmatisch. Aktuell gibt es eine Umleitung über Flirsch und die Arlberg Schnellstraße durch den Strenger Tunnel. Trotzdem wünscht sich der Dorfchef eine Lösung, „Thema ist der langsame Verkehr“, betont er – sprich Traktoren, aber auch Mopeds. Schnell mit dem Schlepper zur Genossenschaft nach Landeck fahren – das ist für Stanzertaler Bauern derzeit nicht möglich. Hier ist die einzige fahrbare Straße gesperrt. Sieß hofft, dass das Material am Berg relativ rasch von selbst abgeht. „Je mehr von der Natur herunterkommt, umso besser“, bestätigt Figl.

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Ansonsten hofft Sieß, dass aufgrund der Lawinensituation nicht auch eine Straßensperre Richtung Westen kommt. Dann wäre der Ort nämlich komplett abgeschnitten. „Davon sind wir momentan aber weit entfernt“, betont der Dorfchef.


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