Schwaz-Coach Bergemann: „Am Ende war es wie Roulette“

Trotz Last-Minute-Niederlage bei den Fivers liegt Schwaz Handball Tirol auf Rang drei. Am kommenden Samstag gastieren Alex Wanitschek und Co. beim punktgleichen Vierten UHK Krems.

Bei der knappen 29:30-Niederlage gegen Fivers Margareten war Schwaz mit Sebastian Feichtinger (schwarz) knapp dran an der Sensation.
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Wien – Da stockte den Handball-Fans, die in der Wiener Hollgasse oder live vor dem TV mitfieberten, der Atem. Erst die letzte Aktion des Handball-Krimis in der Bonusrunde der spusu-Liga brachte am Sonntagabend die Entscheidung. Marin Martinovic verwandelte einen Siebenmeter-Strafwurf nach Ertönen der Schlusssirene zum 30:29-Heimsieg der makellosen Fivers Margareten. Für Sparkasse Schwaz Handball Tirol ging es nach aufopferndem Kampf mit leeren Händen nach Hause.

Seit sechs Jahren warten die Tiroler auf einen Punktgewinn in der Hollgasse, seit gar zwölf Jahren auf einen Sieg. Für Coach Frank Bergemann war das Glas dennoch halbvoll: „Respekt, was meine Jungs geleistet haben. Wir hatten nur die eine oder andere unglückliche Aktion, ansonsten war das eine ganz tolle Vorstellung. Wir haben das, was wir vorhatten, gut durchgezogen, haben einen klaren Plan verfolgt. Vielleicht hatten wir ein wenig mit den Nerven zu kämpfen. Am Ende war es wie Roulette, es hätte auch anders ausgehen können“, sagte der Trainer, der zumindest den einen Punkt gerne mitgenommen hätte.

Die Wiener führen die Tabelle der Bonusrunde mit nun 18 Punkten souverän an, die Adler liegen mit einem Playoff-Sieg und einer -Niederlage sowie zwölf Zählern auf Rang drei. Am kommenden Samstag gastieren Kapitän Alex Wanitschek und Co. beim punktgleichen Vierten, Double-Gewinner UHK Krems.

Die körperliche Belastung mit dem dritten Spiel in kurzer Zeit war laut Coach Bergeman kein Faktor. „Die Fivers sind die schnellste Mannschaft der Liga, es ist sehr schwierig, ihre schnelle Mitte zu verteidigen. Aber wir haben das gut gelöst. Wir sehen, dass es Schritt für Schritt vorangeht.“

Medalp Innsbruck, das zweite Team unter dem Dach Handball Tirol, durfte am Wochenende indes jubeln. Im Kampf um die Meisterschaft in der italienischen Serie A2 setzten sich die Hausherren in Hötting West gegen den Vierten Arcom mit 24:21 (9:9) durch. „Die Mannschaft hat super gekämpft, wollte unbedingt gewinnen. Das hat man in jeder Phase gemerkt“, führte Trainer Klaus Hagleitner lobend aus. (ben)


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