Coronavirus bremst Post und Lieferketten aus

Symbolfoto.
© iStock

Wien, Peking – Seit etwa einer Woche kann die Österreichische Post keine Briefe oder Pakete nach China (inklusive Hongkong und Macao) schicken, da aktuell keine Flugverbindungen nach China zur Verfügung stünden, sagt Post-Sprecher Michael Homola. Umgekehrt funktioniert die Zustellung. „Wir bekommen derzeit nach wie vor Sendungen aus China, über die chinesische Post“, sagte Homola.

Die Lieferketten in China nach und von Österreich seien durch die Auswirkungen des Coronavirus unter Druck geraten, sagte gestern der WKÖ-Wirtschaftsdelegierte in Peking, Martin Glatz. China und Österreich seien heute viel stärker wirtschaftlich verwoben, als es noch im Jahr 2003 bei der SARS-Epidemie in China gewesen sei, gibt der Wirtschaftsdelegierte zu bedenken. Österreich importiere jetzt viermal so viel aus China wie im Jahr 2003 und exportiere dreieinhalb Mal so viel wie damals. 650 österreichische Firmen verfügen über Niederlassungen in China. Die österreichischen Firmen beschäftigen mehr als 20.000 Mitarbeiter in China.

Aus China werden zudem elektrotechnische Produkte, Konsumprodukte, Smartphones, Schaltkreise, Schaltanlagen importiert, die Komponenten in vielen Produkten kommen aus China. „Die Lieferketten sind momentan gestresst“, erläutert der Wirtschaftsdelegierte. Wenn die Situation länger andauern sollte, müsse man versuchen, Alternativen zu finden.

Indes wird der Linzer Stahlkonzern voestalpine sieben seiner neun Werke in China diese Woche wieder aufmachen. „Das Hochfahren der Produktionsanlagen erfolgt mit Zustimmung der Behörden und unter bestimmten Auflagen, wie etwa der täglichen Kontrolle des Gesundheitszustandes der Mitarbeiter“, sagte Firmensprecher Peter Felsbach. Die wirtschaftlichen Folgen der verlängerten Werksferien seien noch nicht absehbar. (APA)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte