Tourengeherin verletzt: Aufwändige Rettung in Westendorf

Sechs Stunden dauerte am Montag die Bergung einer verletzten Tourengeherin (53). Erst dann konnte die verletzte Deutsche ins Krankenhaus gebracht werden.

Über steiles Gelände seilten die Bergretter die Verletzte mit einem Akia auf einen Forstweg ab.
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Westendorf – Bergretter mussten am Montagnachmittag in die Hinterwindau bei Westendorf ausrücken, um eine Skitourengeherin zu bergen. Der Einsatz war aufwändig und zeitintensiv. Erst sechs Stunden nach der Alarmierung konnte die verletzte Deutsche ins Krankenhaus gebracht werden.

„Die gröbste Sache war, überhaupt zum Unglücksort hinzukommen“, erzählt Anton Ager, Ortsstellenleiter der Bergrettung in Westendorf. Mit einer Gruppe anderer Sportler war die 53-Jährige wohl von der Bamberger Hütte gestartet, Richtung Kröndlhorn gegangen und dann talwärts gefahren. Dort kam sie gegen 13.30 Uhr zu Sturz und verletzte sich am Knie. Wegen des schlechten Wetters sei es nicht möglich gewesen, mit dem Hubschrauber direkt zur Verunfallten hinzufliegen, berichtet Ager. „Wir wurden vom Piloten so weit es ging ins Windautal gebracht. Ab dann ging es zu Fuß weiter.“

35 Bergretter aus Westendorf, Hopfgarten und Kitzbühel waren am Montag bis in die Abendstunden im Einsatz.
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Etwa anderthalb Stunden nach dem Notruf sei die erste Bergretter-Mannschaft bei der Deutschen gewesen und habe sie versorgt, sagt der Westendorfer Ortsstellenleiter. Da eine Bergung aus der Luft unmöglich war, seien die Kollegen aus Hopfgarten und Kitzbühel nachalarmiert worden. Insgesamt 35 Bergretter standen im Einsatz.

Ager: „Mit dem Akia haben wir die Verletzte vorsichtig über sehr steiles Gelände und ein Waldstück abseilen können.“ Über eine Forststraße sei die 53-Jährige schließlich mit einem Quad zu einem Rettungswagen und mit diesem ins Krankenhaus gebracht worden. „Gegen 20 Uhr war für uns alles geschafft und wir konnten nach Hause.“ (bfk)


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