FPÖ Kitzbühel kündigt Aufsichtsbeschwerde an

Stadtparteiobmann LA Gamper geht mit Bürgermeister Winkler auf Konfrontationskurs. Er kritisiert mangelnde Zusammenarbeit.

Die Gemeinderatssitzungen im Kitzbüheler Rathaus führen öfters zu Diskussionen.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Das Match lautet Gamper gegen Winkler – nicht zum ersten Mal. Der FPÖ-Stadtparteiobmann, Gemeinderat LA Alexander Gamper, und ÖVP-Bürgermeister Klaus Winkler sind nur selten auf gleicher Linie. Nach der jüngsten Gemeinderatssitzung kündigte Gamper nun wieder eine Aufsichtsbeschwerde an.

„Zum wiederholten Mal waren die Unterlagen nicht vollständig und sie sind zu spät aufgelegen“, ärgert sich Gamper. Es geht dabei um das Vorhaben „Grand Tirolia“. Hier ist eine Erweiterung geplant, über die es am Montag im Gemeinderat abzustimmen galt, die TT berichtete. Er und sein Listenkollege Gerhard Schwendter müssten sich auf die Sitzungen vorbereiten, wie Gamper betont. Mit den vorliegenden Unterlagen sei dies aber nicht ausreichend möglich. „Wir sind nicht in den Ausschüssen und stehen dann bei der Gemeinderatssitzung immer vor vollendeten Tatsachen“, sagt Gamper.

Gelassen sieht die Ankündigung über eine Aufsichtsbeschwerde Bürgermeister Winkler. „Das ist sein (Gamper; Anm. d. Red.) Hauptbetätigungsfeld, Aufsichtsbeschwerden zu verfassen. Er sollte sich lieber mit den Inhalten befassen“, sagt Winkler. Es sei nicht richtig, dass die FPÖ vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Sowohl Gamper als auch Schwendter seien im Vorfeld von Bauausschussobmann Georg Wurzenrainer informiert worden.

Winkler sieht im Verhalten von Gamper eine Polit-Show. Wie auch schon bei der Gemeinderatssitzung. „Da setzt er sich in die Zuschauerreihe, um an der Diskussion und Abstimmung nicht teilzunehmen, um dann von dort hineinzureden“, schildert Winkler. Gamper kehrt dann aber nach Aufforderung von Winkler wieder zurück an den Gemeinderatstisch. An der Abstimmung haben er und Schwendter dann aber dennoch nicht teilgenommen.

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Der freiheitliche Gamper sieht in seiner Aufsichtsbeschwerde „das sichtbare Zeichen, dass ich mit der Zusammenarbeit so nicht zufrieden bin“.


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