Drohende Abschiebungen sorgen in Tirol für Debatte

Dass Asylwerber in Mangelberufen abgeschoben werden sollen, sorgt für breite Kritik. Zwei Asylwerbern in Tirol droht dieses Schicksal.

Pflegehelfer Mohammad Haroon Faqiri droht die Abschiebung.
© Faqiri

Innsbruck – Taten und nicht nur Lippenbekenntnisse fordert Liste-Fritz-Klubchefin Andrea Haselwanter-Schneider von der schwarz-grünen Landes- bzw. Bundesregierung. „Die Abschiebung von Asylwerbern in Mangelberufen ist zu verhindern.“ Zwei Asylwerbern in Tirol droht dieses Schicksal.

Die aktuellen Fälle würden einmal mehr die politische Kurzsichtigkeit beim Umgang mit Asylwerbern zum Ausdruck bringen, kritisiert SPÖ-Landtagsabgeordnete Claudia Hagsteiner. „Wir stecken mitten in einem Pflegenotstand. Insofern sollten wir froh um jeden Menschen sein, der oder die in diesem Berufsfeld tätig sein will“, ergänzt SPÖ-Tirol-Gesundheitssprecherin Elisabeth.

Gegen die Aushebelung der Fremdengesetze spricht sich hingegen FPÖ-Nationalrat Peter Wurm aus.

Im Gegensatz zu Integrationslandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) spricht sich VP-Nationalrat Hermann Gahr klar für ein Kopftuchverbot im Pflichtschulbereich aus: „Das Tragen eines Kopftuchs im Kindesalter ist weder religiös noch kulturell begründet. Selbst in der Türkei sind Kopftücher in der Schulunterstufe untersagt.“ Hintergrund sei vielmehr, dass Eltern, die bereits Kinder zum Tragen eines Kopftuchs drängen, ein bewusstes Zeichen der Abgrenzung von der Mehrheitsgesellschaft setzen wollen. (pn)

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