Osttiroler Bevölkerung wächst wieder

Osttirol verzeichnet im Vergleich zu den Vorjahren ein kleines Plus. 2019 lebten 48.760 Menschen im Bezirk, in Lienz knapp unter 12.000.

Symbolfoto.
© Böhm

Von Catharina Oblasser

Lienz – Mit Jahresbeginn 2020 leben in Österreich mehr als 8,9 Millionen Menschen. Das besagen die Daten der Statistik Austria, die vor einigen Tagen veröffentlicht wurden. Die Bevölkerung der Republik ist damit seit Anfang 2019 um 0,5 Prozent gewachsen. Tirol weist eine Zunahme von 0,4 Prozent auf – und einen winzigen Anteil an diesem Wachstum hat auch Osttirol. Laut Statistik verzeichnet der Bezirk zurzeit 48.760 Einwohner, das sind um sechs Personen mehr als im Jahr davor.

Das mag minimal klingen, markiert aber eine Trendwende. Betrachtet man die Bevölkerungszahlen der letzten 19 Jahre, so war der Rückgang Jahr für Jahr gegenwärtig. Abgesehen von zwei Ausreißern in den Jahren 2007 und 2016 ging es stetig bergab. Die rund 50.000 Einwohner, die man mit Osttirol verbindet, gibt es seit Jahren nicht mehr. Schon von 2008 auf 2009 sank die Bevölkerungszahl von 50.209 auf 49.881 Personen. Ab 2014 fiel die Zahl unter die Marke von 49.000 Einwohnern.

Statistische Werte liegen auch für jede einzelne Gemeinde vor. Demnach schwankt die Bevölkerungszahl der Bezirkshauptstadt Lienz seit 2002 rund um 12.000. Aktuell werden 11.916 Lienzerinnen und Lienzer ausgewiesen. In den letzten beiden Jahren waren es etwas weniger, 2016 und 2017 etwas mehr.

Die drei Marktgemeinden, die es in Osttirol gibt, zeigen ein differenziertes Bild. Matrei hat zurzeit 4651 Bewohner, im Jahr 2002 waren es noch 4908. In Nußdorf-Debant ging es aufwärts, von 3097 (im Jahr 2002) auf 3361 Personen. Sillian wird kleiner, es schrumpfte in den letzten 19 Jahren von 2113 auf 2031 Einwohner und hat damit eine kleinere Bevölkerung als Dölsach oder Virgen.

Der größte Gewinner seit 2002 ist die Gemeinde Amlach. Durch den Zuzug vieler „Häuslbauer“ stieg die Einwohnerzahl von 324 auf 491 Personen, das ist ein Plus von mehr als 51 Prozent.

Die Kärntner Nachbarn haben im Vergleich zum Vorjahr Einwohner verloren. Der Bezirk Spittal verzeichnet ein Minus, der Bezirk Hermagor schrumpfte noch stärker.


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