Umfahrung Hopfgarten hängt in der Warteschleife

Sie ist ein frommer Wunsch der Anrainer und bleibt es wohl auch. Bei der Planung von Teil zwei der Umfahrung gibt es wenig Bewegung.

Die Brixentalstraße B170 schlängelt sich in Hopfgarten auch weiterhin durch dicht verbautes Gebiet. Eine von den Anrainern erhoffte Umfahrung ist weiter nicht in Sicht.
© Angerer

Von Harald Angerer

Hopfgarten i. Br. – Es herrscht Stillstand in Hopfgarten – nicht auf der Straße, hier wird die Belastung mehr, sondern bei den Planungen zu Teil zwei der Umfahrung der Marktgemeinde im Brixental. Schon seit über zwei Jahrzehnten hoffen die Anrainer auf eine Entlastung, aber sie kommt nicht. Vor nunmehr neun Jahren gab es zu dem Vorhaben auch ein TT-Forum, bei dem den Betroffenen Hilfe zugesichert wurde.

Seitdem ist zwar viel geschehen, aber ein konkretes Ergebnis ist nicht in Sicht. „Wir planen weiterhin an verschiedensten Varianten“, gibt sich Erwin Obermaier vom zuständigen Baubezirks­amt Kufstein zurückhaltend. Die bevorzugte Variante etwas oberhalb des Talbodens am Fuß der Hohen Salve hatte sich als technisch nicht machbar erwiesen. Nun versucht man, einen anderen Weg zu finden.

Knackpunkt dürfte dabei der notwendige Verkehrsknoten im Bereich der Salvista sein. Hier sind sich aber Land Tirol und Gemeinde nicht einig. Das bestätigt auch Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer. Die Gemeinde würde hier eine Lösung mit einem Kreisverkehr bevorzugen, dazu kommt aber vom Land ein klares Nein. Es würden keine Kreisverkehre auf Landesstraßen gebaut, „das ist klare Vorgabe des Landes Tirol“, sagt Obermaier. Bürgermeister Sieberer sieht das etwas anders. „In Kitzbühel gibt es Kreisverkehre an der Pass-Thurn-Straße und man kann nicht sagen, dass das nicht funktioniert“, erklärt der Bürgermeister.

Er spricht davon, dass derzeit eine Variante mit dem Land in Ausarbeitung sei. „Wir arbeiten daran, aber es ist noch zu früh, etwas Konkretes zu sagen“, meint Sieberer. Er versichert aber, dass man an dem Problem arbeite.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Die Diskussionen zum Thema Kreisverkehr mit dem Land Tirol kennt auch die Gemeinde Westendorf. Hier möchte man an der Hofer-Kreuzung einen solchen Kreisel errichten. Doch auch hier kommt eine klare Absage von Obermaier. „Auch in Westendorf werden wir keinen bauen. Zudem ist dafür in Wes­tendorf auch kein Platz. Wir haben diesbezüglich schon mehrfach mit den Westendorfern gesprochen und daran hat sich auch nichts geändert“, betont Obermaier.

Etwas mehr Bewegung scheint es bei der geplanten Umfahrung Kitzbühel zu geben. Da sei man derzeit mit der Bergbahn Kitzbühel in konkreten Planungen. Bei der Hahnenkammbahn-Talstation soll ja eine Zu- und Abfahrt zur Umfahrung entstehen. „Es gibt hier eine Abstimmung mit den zukünftigen Plänen der Bergbahn“, sagt Obermaier.


Kommentieren


Schlagworte