Statt Geldsegen dickes Minus durch Kassenfusion: Zangerl verärgert

AK-Präsident Erwin Zangerl.
© Thomas Boehm / TT

In seiner Kritik bestätigt fühlt sich der Präsident der Arbeiterkammer Erwin Zangerl. „Wir haben immer vor einer überhasteten und völlig unnötigen Zentralisierung der Krankenkassen gewarnt.“ Wie berichtet, bringt die Zusammenlegung der neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse herbe Verluste. Die Kassen schlittern von einem Plus von 111 Millionen Euro 2018 in ein Minus von 46 Millionen letztes Jahr. Heuer wird ein Minus von 175 Millionen Euro erwartet. „Statt einer zusätzlichen Patientenmilliarde, die die damalige türkis-blaue Regierung den Versicherten versprochen hat, kommt es jetzt bei der ersten Bilanz schon zu einem Defizit“, sagt Zangerl. Er hält fest, dass die Tiroler Kasse ein Plus von 18,6 Millionen Euro erwirtschaftet und es in die ÖGK eingebracht habe.

Sozialplan für TSD-Mitarbeiter

Die Mitarbeiter in der Flüchtlingsbetreuungsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste bekommen einen Sozialplan. Diesen „enormen Erfolg“ verkündete kürzlich Verena Zisler, Rechtsschutzreferentin der Gewerkschaft GPA-djp. Seit Jahren hatten Gewerkschaft und Betriebsrat Seite an Seite um eine Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage für die Mitarbeiter gekämpft. „Die Arbeitnehmer haben künftig ein Anrecht auf die Zulage in der Höhe von 1,14 Euro pro Stunde bzw. 187,42 Euro pauschaliert“, sagt Gewerkschafter Harald Schweighofer. (aheu)


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