Škoda schickt den Superb auf die Pirsch

Škoda beplankt seinen Superb mit Plastik und schickt ihn ins Gelände. Wir haben den Superb in der Scout-Version ausgeführt.

Dank leichtem Unterfahrschutz und dem Extra an Bodenfreiheit meistert der Superb auch leichtes Gelände problemlos.
© Lukas Letzner

Von Lukas Letzner

Axams – Der Škoda Superb zeichnet sich in der Regel durch Attribute wie groß, geräumig, komfortabel und reisetauglich aus. Dass er sich damit in den letzten 19 Jahren eine große Fangemeinde erarbeitet hat, verwundert also wenig. Vor Kurzem rollte das Facelift der dritten Generation in die Schauräume der Händler und mit ihm kam ein neues Attribut auf der Habenseite des Škoda Superb hinzu: geländegängig. Erstmals bieten die Tschechen ihren geräumigen Reisebegleiter nämlich in der Variante „Scout“ an. Eine ordentliche Plastikbeplankung, mehr Bodenfreiheit und Allradantrieb sollen ihn fit fürs Gelände machen. Wir haben den Superb Scout daher kürzlich zum Test geladen. Und tatsächlich: Schon auf den ersten Metern kommt so etwas wie SUV-Fahrkomfort auf. Der Scout bügelt selbst grobe Unebenheiten platt und man hört – dank der großen 18-Zöller – die Schläge mehr, als man sie fühlt. Zudem merkt man in schnell gefahrenen Kurven ein leichtes Wanken, was dem komfortabel ausgerichteten Fahrwerk und dem Plus an Bodenfreiheit geschuldet sein dürfte. Wer das als störend empfindet, der kann die adaptiven Dämpfer in den Sport-Modus bringen. Dann wird das Fahrwerk deutlich straffer.

Immer wieder erstaunlich ist das Platzangebot, das man im Superb vorfindet. Trotz unserer 190 Zentimeter Körpergröße findet sich in der hinteren Reihe reichlich Platz, und die maximal 1950 Liter Stauraum laden im Fall sogar zum Übernachten ein. Für den Vortrieb unseres Lademeisters war der stärkste Selbstzünder im Programm von Škoda verantwortlich. Das Aggregat leistet maximal 190 PS, und auch das Drehmoment von 400 Nm kann sich sehen lassen. In Kombination mit der äußerst treffsicheren Sieben-Gang-Doppelkupplung macht der Tscheche richtig Spaß. Zudem fällt die enorme Laufruhe – dem langen Radstand sei’s gedankt – auf. Dass das tschechische Flaggschiff mit zahlreichen Extras punkten kann, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Beeindruckend fanden wir die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer, die die Straße jetzt noch besser ausleuchten. Wir finden, dass auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt: 62.559 Euro wären für unseren „Scout“ fällig gewesen.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 1968 ccm

Drehmoment: 400 Nm bei 1900 U/min

Leistung: 140 kW/190 PS/L

B/H: 1968/2031/1496 mm

Gewicht: 1612/2327 kg

Kofferraumvolumen: 660–1950 l

Tankinhalt: 66 l

Höchstgeschwindigkeit: 223 km/h

0–100 km/h: 8,1 Sekunden

Verbrauch: 6,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 62.559 Euro

CO2-Emission: 187 g/km


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