Gesundheitszentrum Virgen steht in den Startlöchern

In Virgen entsteht ein Gesundheits- und Sozialzentrum für die Gemeinden Virgen und Prägraten. Es soll auch Tagesbetreuung anbieten.

So soll das neue Zentrum am Virger Feldflurweg aussehen. Die beiden Obergeschoße ragen über das Erdgeschoß hinaus.
© Visualisierung OSG

Von Catharina Oblasser

Virgen, Prägraten – Alte und pflegebedürftige Menschen in Virgen und Prägraten bekommen bald eine maßgeschneiderte Anlaufstelle: Das neue Gesundheits- und Sozialzentrum, das im Ortskern von Virgen – direkt an der Landesstraße – geplant ist. Zurzeit laufen die Ausschreibungen für die Bauarbeiten. Wenn alles wie geplant vorangeht, könnte schon im heurigen Frühjahr mit dem Bau begonnen werden, sagt der Virger Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler. Bauträger ist die Osttiroler gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft (OSG).

„Wir schaffen damit ein neues Zuhause für den Gesundheits- und Sozialsprengel Virgental“, schildert Ruggenthaler. „Die jetzige Unterkunft platzt schon aus allen Nähten.“ Kein Wunder, wenn man bedenke, dass der Sprengel der beiden Gemeinden Virgen und Prägraten einst mit zwei Mitarbeiterinnen begonnen habe, heute seien es um die 20. Dabei sei es auch wichtig, dass das Vorhaben Arbeitsplätze für Frauen bereitstelle, und dies vor Ort.

Das ist aber nicht die einzige Funktion des neuen Zentrums, das eine untere Ebene, ein Erdgeschoß und zwei Obergeschoße haben wird. Platz finden darin auch vier kleine Appartements mit einer Größe von rund 50 Quadratmetern für betreubares Wohnen. Die räumliche Nähe zum Sozialsprengel erlaubt den Mietern, auf Hilfe zurückzugreifen, wenn es nötig wird.

Die dritte Aufgabe, die das Zentrum erfüllen soll, ist die Tagespflege. Fünf Plätze für Senioren aus den beiden Sprengelgemeinden werden geschaffen. Für den Prägratner Bürgermeister Anton Steiner ist das eine bedeutende Neuerung: „Damit können wir die pflegenden Angehörigen entlasten. Das ist sehr wichtig, damit sie die Betreuung ihrer pflegebedürftigen Familienmitglieder möglichst lange zu Hause bewältigen können.“

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Bürgermeister Ruggenthaler führt aus, dass im Gebäude auch Vorträge und Kurse stattfinden sollen. „Damit können wir der gesamten Bevölkerung Informationen zu Gesundheitsthemen anbieten.“ Nicht zuletzt hat das Zentrum Platz für eine Arztpraxis, wenn der praktische Arzt des Tals in Pension geht.

Die Investitionskosten beziffert Ruggenthaler mit geschätzten 1,5 Millionen Euro. Wobei die beteiligten Gemeinden auf Förderungen und Unterstützung des Landes hoffen. „Tagespflegeplätze werden üblicherweise gefördert“, meint Steiner. „Das kommt immer noch um vieles billiger als ein Platz in einem Wohn- und Pflegeheim.“


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