Bei der Bergbahn Pillersee soll wieder Ruhe einkehren

Die Pletzer-Gruppe hat sich nach Turbulenzen einvernehmlich vom Prokuristen getrennt, ein neuer Geschäftsführer soll es jetzt richten.

Markus Brudermann (l.) und Toni Pletzer gehen bei der Bergbahn Pillersee künftig gemeinsame Wege.
© Michael Mader

Von Michael Mader

St. Ulrich a. P. –Im November 2017 hat die Pletzer-Gruppe die Bergbahn Pillersee übernommen und laut Toni Pletzer rund 1,8 Millionen Euro in einen Tellerlift, die Beschneiung und neue Pistengeräte investiert. Doch es lief nicht alles rund: Mehrere Betriebsleiter- und auch Mitarbeiterwechsel brachten die Bergbahn in die Schlagzeilen. Ebenso wie viele Standzeiten der Bahn, die allerdings mit den enormen Schneemassen im Vorjahr begründet wurden. Schlussendlich stellte die Behörde in der vergangenen Saison kurzfristig sogar den Liftbetrieb ein.

Jetzt hat sich die Pletzer-Gruppe jedenfalls einvernehmlich vom bisherigen Prokuristen der Bergbahn getrennt. „Er ist wieder zurück in seinem ursprünglichen Job“, erklärt Pletzer, der über die Turbulenzen der vergangenen Jahre Gras wachsen lassen möchte.

Dafür soll unter anderem Markus Brudermann sorgen, der seit fünf Tagen kaufmännischer Geschäftsführer der Bergbahn ist und sich auf Logistik und Marketing konzentrieren möchte. Brudermann ist kein Unbekannter in der Szene – er war unter anderem beim Kitzsteinhorn und bei der Bergbahn Kitzbühel tätig. Aktueller Betriebsleiter der Bahn ist Werner Aschaber. In den nächsten Tagen soll ein Strategieprojekt für das Familienskigebiet entworfen werden. Der frühere Betriebsleiter der Bergbahn Pillersee, Manfred Bader, wurde laut Pletzer als Berater engagiert. „Wir sind mit dem Umsatz sehr zufrieden, es läuft sehr gut, wir haben nur wenig Beschwerden“, zieht Pletzer Bilanz und verrät ein paar künftige Neuerungen. So soll in enger Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Salzburg noch heuer beim Jakobskreuz eine Kapelle gebaut werden: „Da oben am Berg ist ein gewaltiger Kraftplatz. Die 2,5 Meter hohe Christusstatue für die Kapelle ist bereits fertig.“

Schmerzhaft sei, dass die beiden Hotels, der Pillerseehof und der Bräuwirt, verkauft worden seien und geschlossen hätten. „Das ist für die touristische Belebung der Region schlecht. Deshalb wollen wir in den nächsten drei Jahren auf unserem Grund ein eigenes Hotel bauen. Und bei der Bergbahn soll innerhalb der nächsten fünf Jahre eine 10er-Gondelbahn den Sessellift ersetzen – auf derselben Trasse wie jetzt“, weiß Pletzer. Laut Brudermann wird es aber auch im Sommer eine Attraktivierung speziell für Kinder geben müssen.

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