Tiroler fliegen heuer am liebsten nach Griechenland

Das Lieblingsurlaubsziel bleibt Kreta, gefolgt von Mallorca, Kos, Antalya und Kalabrien.

Wer von Innsbruck im Sommer 2020 wegfliegt, der steckt die Füße am liebsten in griechischen Sand.
© thomas boehm

Von Verena Langegger

Innsbruck –„Bei den Sommerbuchungen ab Innsbruck verzeichnen wir trotz des starken Vorjahres ein deutlich zweistelliges Plus“, sagt David Szabo, Leiter Flug- und Produktmanagement TUI Österreich. Die Tiroler bevorzugen auch heuer wieder vor allem jene Reiseziele, die direkt von Heimatflughafen Innsbruck angeflogen werden. Daher habe TUI auch zusätzlich Kalabrien neu ins Flugangebot ab Innsbruck mit aufgenommen, erklärt Szabo. Nummer eins ist Kret­a, gefolgt von Mallorca, Kos, Antalya und Kalabrien. Für Reisende ab Innsbruck heißt das: „Acht Flüge pro Woche ab Innsbruck nach Griechenland, Italien, Spanien und in die Türkei.“ TUI setzt dabei auf Qualitätspartner wie Austrian Airlines, Leve­l, Eurowings und Bulgarian Air Charter.

Zudem soll eine eigene Ferienhotelmarke geschaffen werden. Dabei liege der Fokus vor allem auf der Lifestyle-­Marke TUI Blue, die pünktlich zum Sommerurlaub 2020 weltweit von 10 auf 100 Häuser ausgebaut wird. Drei Label­s sollen ausgebaut werden: For Two, For Familie­s und For All sollen künftig Gäste im gehobene­n Segment anlocken. TUI will weiter auf Pauschalreisen setzen. Gerade die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook habe gezeigt, wie wichtig ein­e Versicherung im Falle von Pleiten bzw. Problemen am Reisezielort sei. Gerade wenn kleine Kinder mitreisten, sei die Pauschalreise bequem, sagt Szabo. Es sei ein Vorteil, wenn ein Reise­veranstalter alles organisiere, auch Reklamationen seien viel einfacher möglich. Von „Flugscham“, also einem Verzicht auf Flugreisen, hat der Reiseveranstalter TUI noch nichts bemerkt. Zitiert wird eine Freizeitstudie, wonach die Österreicher lieber im Alltag umweltbewusster leben und dafür eine Urlaubsreise machen. Gerade im Segment TUI Blue acht­e TUI jedoch vermehrt auf Umweltschutz. Mitarbeiter – speziell in Ländern mit niedrigeren Umweltstandards als in Europa – würden ausgiebig geschult, schonend mit Ressourcen umzugehen und westliche Umweltstandards einzuhalten. So gebe es etwa kein „kleines Plastik“ (Plastik­flaschen etc.) in TUI-Hotels mehr.

2021 wird Flughafen-Piste saniert, 2023 startet Neubau

Innsbruck – Mit der Stadt Innsbruck sei alles „im Reinen“, erklärt Flughafen-Direktor Marco Pernetta. „Wir werden in den kommenden Jahren gewaltig bauen.“ Schon 2021 wird die Start- und Landepiste saniert. „Wir müssen also von Mitt­e September bis Mitte Oktober die Landebahn sperren“, warnt Pernetta schon vor. 14 Zentimeter Asphalt müssten weggefräst werden. „Das geht nicht in der Nacht“, sagt der Flughafenchef.

Derzeit fänden die letzten Sitzungen für die Ausschreibung des EU-weiten Architektenwettbewerbes statt, der neue Flughafen werde im Zeichen der Reduktion von CO2 stehen. „Wir wollen etwa eine solarbetrieben­e Rolltreppe für die Passagiere einbauen“, schwärmt Pernetta. Die laufe dann energieautonom nur mit Sonnenlicht. Baubeginn sei 2023, Abflugterminal, Ankunftszone und der Vorplatz mit Parkplatz werden neu und energie­effizienter sein. Ab 2050 soll dann an allen österreichischen Flughäfen kein CO2 mehr ausgestoßen werden.

Die Sanierung des Flughafens hatte im Herbst 2019 zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen den Flughafen-Gesellschaftern Stadt Innsbruck und Land Tirol geführt. So hatte der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi (Grüne) das 150 Millionen Euro schwere Investitionspaket in Zweifel gezogen. Der Betrieb eines Flughafens sei in Zeiten von Klimawandel nicht mehr zeitgemäß. Landeshauptmann Günther Platter (VP) hatte schließlich klargestellt, dass es „weder mittel- noch langfristig“ zu einer Schließung des Flughafens kommen werde. (ver)

Flughafen-Chef Marco Pernetta organisiert Umbau.
© Thomas Böhm

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