40er zeigt keine Wirkung: Breitenbach will Raser einbremsen

An sieben Stellen kann es künftig in Breitenbach blitzen. Nachdem der 40er im Dorf oft missachtet wird, ergreift die Gemeinde Gegenmaßnahmen.

Seit es Tempo 40 im Dorf gibt, ist in Breitenbach die Durchschnitts­geschwindigkeit der Fahrzeuge nicht gefallen, sondern gestiegen.
© LUKAS HUTER

Breitenbach – Das war nicht im Sinne des Erfinders. Breitenbach führte 2010 im Ortsgebiet eine 40-Stundenkilometer-Beschränkung auf der Straße ein. 2017 folgte eine weitere Verkehrsanalyse. Das Ergebnis war ernüchternd: Sie ergab, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer höher war als bei der 2006 durchgeführten Untersuchung. Und das, obwohl damals noch ein­e 50er-Beschränkung galt.

„Wenn die Einführung der 40er-Beschränkung im Ortsgebiet eine Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit zum Ergebnis hat, dann ist absoluter Handlungsbedarf gegeben. Wir werden handeln, aber das primäre Ziel ist eindeutig die Reduktion der Geschwindigkeit zur Sicherheit der Fußgänger, insbesondere der Schüler“, erklärt Bürgermeister Alois Margreiter dazu. „Wir sind auch mit Beschwerden aus der Bevölkerung konfrontiert“, fügt der Dorfchef gegenüber der TT an.

Es ist absoluter Handlungsbedarf gegeben – und wir werden auch handeln.
Alois Margreiter (Bürgermeister)

„Nach Vorbereitung durch den Verkehrsausschuss und einer weiteren Verkehrsanalyse hat nun der Gemeinderat für heuer die Mittel für eine gemeindeeigene Geschwindigkeitsmessung freigegeben“, erklärt Margreiter die Gegenmaßnahme.

In Zusammenarbeit mit der Landesverkehrsabteilung und dem Polizeikommando Kufstein wurden seitens der Behörde sieben Mess­stellen (davon fünf auf der Landesstraße L211 und zwei auf Gemeinde­straßen) bewilligt. Diese Stellen werden nicht immer mit einem Lasermessgerät bestückt sein, sondern alternierend „scharfgemacht“.

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Die Kosten für die Maßnahme stehen noch nicht ganz fest. Sie werden derzeit auf 150.000 Euro geschätzt. Margreiter will beim Ankauf des knapp 60.000 Euro teuren Lasermessgerät auch mit anderen Gemeinden reden, ob eventuell eine gemeinsame Anschaffung und ein wechselweiser Einsatz in den Gemeinden sinnvoll ist. (wo)


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