„Rothirsch“ aus der Romisquelle: Osttiroler wollen Eigenmarke etablieren

Der heimische Abfüller und Vertrieb Getränkewelt hat die Produktion modernisiert und setzt auf die Marke „Rothirsch“.

Die Getränkewelt-Geschäftsführer André Rainer, Michael Gamper und Patrick Rainer (v. l.) wollen die Eigenmarke „Rothirsch“ etablieren.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Hopfgarten i. Def., Nußdorf-Debant –Der „alois“ ist die Kräuterlimonade, die „cordula“ garantiert Cola-Geschmack, das „schpezi“ hält, was es verspricht, und die „zilly“ kitzelt in den Wangen­innenseiten. Nach bekannten Südfrüchten schmecken „oskar“ und „mara“. Mineralwasser gibt es still oder prickelnd unter dem Namen der „Romisquelle“ am gleichnamigen Romiskopf, jenem Berg in Hopfgarten, aus dessen Innerem das Wasser der genannten Limonaden sprudelt. Über den aromatisierten Erfrischungsgetränken firmiert eine neue Kopfmarke, nämlich der „Rothirsch“.

Die drei Inhaber und Geschäftsführer der Getränkewelt, die Brüder André und Patrick Rainer sowie Michael Gamper, präsentierten vor Medien die neue Eigenmarke aus Osttiroler Produktion. Seit sechs Jahren besteht die Getränkewelt und betreibt zwei Standorte: den Großhandel in Nußdorf-Debant, dazu die Produktion und den Zeltverleih in Hopfgarten. Hervorgegangen ist der Betrieb aus der den heimischen Gesellschaften Interdrink Schwarzer und Tafelwasser & Getränke. Von den 25 Mitarbeitern betreue­n fünf die Anlagen in Hopfgarten. Beliefert werden nicht nur der Großhandel und die Gastronomie, sondern auch private Haushalte in Osttirol und Oberkärnten. Vor einem Jahr wurde die Produktion für drei Monate stillgelegt, um ein­e neue Abfüllanlage zu installieren. „Knapp ein Fünftel der Investition von gut einer Million Euro haben wir aus einer Natura-2000-Förderung bestritten“, berichteten die Geschäftsführer. Inzwischen gebe es etliche Anfragen für die Lohnabfüllung, denn der Betrieb setzt auf ein nachhaltiges Pfandsystem mit Glasflaschen – auch aus Umweltschutzgründen. „Wir müssen weg vom Plastik, weil zu viel davon im Getränk selbst und später nicht im Recycling-Prozess landet“, meinte Gampe­r. Die neue Kopfmarke soll im Bezirk und darüber hinau­s etabliert werden, Ziel ist der österreichweite Vertrieb. Der Umsatz ist inzwischen um 50 Prozent gestiegen.


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