14 Migranten bei Überfahrt auf die Kanaren ertrunken

Beim Kentern eines Bootes mit Migranten sind im Atlantik nach Angaben von Aktivisten 14 Menschen ums Leben gekommen. Sie seien auf dem Weg von Marokko auf die spanischen Kanaren gewesen, teilte am Dienstagabend die Organisation Watch The Med Alarm Phone mit, die Hilferufe von in Seenot geratenen Menschen an Küstenwachen weiterleitet. Unter den Toten seien zwei Kindern.

Ein Fischerboot habe den anderen Passagieren des Bootes zu Hilfe kommen und sie retten können. Sie seien ins südmarokkanische Dakhla gebracht worden, teilte die Organisation mit.

Ein Sprecher der spanischen Küstenwache erklärte, Watch The Med habe die Behörde über das Unglück informiert. Noch gebe es aber keine Bestätigung von marokkanischer Seite. Die spanische Küstenwache suchte demnach am Dienstag drei weitere als verschollen gemeldete Boote mit Migranten, die ebenfalls in Marokko gestartet waren. Eines davon sei am Abend in spanischen Gewässern gesichtet worden, sagte der Sprecher.

Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und liegen unweit der marokkanischen Küste. Dort trafen im Jänner nach Angaben des spanischen Innenministeriums mehr als 700 Migranten ein. Im Vorjahresmonat waren es lediglich 40 gewesen.

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