Ehemaliges Altenheim Sölden muss weichen

Das einstige Altenheim weicht einem Neubau mit 27 „Starterwohnungen“, welche auch für betreutes Wohnen adaptierbar sind.

Der Entwurf der DIN-A4-Architekten hat die Jury in Sölden restlos überzeugt.
© DIN A4

Von Thomas Parth

Sölden – Mit Ende 2017 wurd­e in Sölden das neue Sozialzentrum fertig gestellt und bezogen. Über die Nachnutzung der Altsubstanz des einstigen Altenwohnheimes wurde seither diskutiert. Die Gemeindeführung kam zum Schluss, dass es günstiger kommt, das alte Gebäude zu schleifen und ein gänzlich neues Haus zu errichten, als in einen Umbau zu investieren. Vorgestern, während der jüngsten Gemeinderatssitzung, wurden die Ergebnisse des von Sölden initiierten Bauträgerwettbewerbs präsentiert.

„Wir haben das Raumprogramm klar vorgegeben und haben darin den Fokus auf Starterwohnungen gelegt, die gegebenenfalls in betreutes Wohnen übergeführt werden können“, erläutert BM Ernst Schöpf eingangs. Eine Fachjury wählte den „pfiffigsten“ Entwurf aus, so Schöpf: „Der Platz sollt­e bestmöglich ausgenutzt werden, was schon eine Herausforderung war, zumal die Wohnungen mehrere Funktionen erfüllen mussten. Es hat sich rasch herauskristallisiert, dass die NHT (Neue Heimat Tirol, Anm.) mit einem Entwurf der DIN-A4-Architekten die Nase vorn hat. Dieser fügt sich am geschmeidigsten in die Umgebung und die Felsen ein und bringt dennoch viel Tageslicht in die Räume.“

Baureferent GR Walter Kuprian ergänzt, dass dieselben Architekten bereits das bestehende Sozialzentrum geplant hätten. Der NHT wolle man ein Baurecht einräumen. „Wie sieht es mit Mitarbeiterwohnungen aus?“, hinterfragt GR Thomas Grüner, zumal es kein Leichtes sei, für das Seniorenheim Personal zu finden. „Da ist Platz für 27 Kleinwohnungen, Barrierefreiheit inklusive und für betreutes Wohnen adaptierbar“, beruhigt Kuprian.


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