Die Bringschuld beginnt beim Stanley-Cupsieger Darling

Die Haie geben die Hoffnung auf ein Play-off-Ticket in der Qualifikations-Runde nicht auf. In der Pflicht steht vor allem Goalie Scott Darling.

Sucht nach lichte(re)n Momenten – Haie-Goalie Scott Darling kassiert zu viele „billige“ Treffer.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – Genau jener Transfer, der nach der vorzeitigen Trennung von C.J. Motte einen bedeutenden Upgrade im Tor liefern hätte sollen, schlägt sich bei den Innsbrucker Haien zur Stunde (eher) als Nachteil nieder: Der 31-jährige Scott Darling, 2015 Stanley-Cupsieger mit den Chicago Blackhawks, kassierte sowohl bei der 2:3-Auswärts- als auch bei der 2:4-Heimniederlage gegen Znojmo binnen zwei Tagen relativ billige Gegentreffer. Woraufhin Haie-Obmann Günther Hanschitz im Kampf um ein Play-off-Ticket ungewohnt sauer und direkt – „Die ganze Mannschaft liefert, nur er nicht“ – reagierte.

„Wir waren in beiden Spielen die bessere Mannschaft und stehen ohne einen einzigen Punkt da. Ich habe nach der Schlusssirene in Znojmo nicht glauben können, dass wir dieses Spiel verloren haben“, seufzte gestern Headcoach Rob Pallin. Denn: „Ich kann nicht mehr von den Spielern verlangen.“ Mit einer Ausnahme: „Scott muss ein Spiel für uns gewinnen. Wie es Groh gegen uns für Znojmo getan hat.“ Znojmos Schlussmann sah sich in den beiden Partien 77 Schüssen ausgesetzt. Darüber philosophieren, ob der eigene Torhütertausch notwendig und sinnvoll gewesen ist, will Pallin indes nicht. Aber: „Wir haben ihm schon so viel Unterstützung gegeben. Es muss etwas zurückkommen.“

Wie man Präsenz für die Mannschaft zeigt, untermauert seit Beginn der Qualifikationsrunde die erste Sturmreihe: Jesper Thörnberg (10 Scorer-Punkte) sowie die Edelroutiniers John Lammers und Tyler Spurgeon (je 9) marschieren vorneweg. „Sie sind unglaublich“, zieht Pallin seinen Hut. Um aber dennoch gleich nachzuschicken, dass ein weiteres Problem auch im Torabschluss liegt: „Wir hatten in Znojmo viele Chancen und müssen so ein Spiel eigentlich 5:2 gewinnen.“ Dann würde auch nicht so (viel) über Darling gesprochen.

Vier Spiele bleiben noch Zeit, um doch noch ins Play-off zu kommen. Am Freitag steigt gegen Fehervar das nächste Sechs-Punkte-Spiel. Bei einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage von Znojmo in Villach wären die Haie wieder Dritter. Der Kampf um ein Happy End dreht sich um Scott Darling.


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