UMIT weist Verluste von 1,7 Millionen Euro zurück

Die private Gesundheitsuniversität des Landes benötigt heuer einen Zuschuss von 400.000 Euro.
© thomas boehm

Innsbruck, Hall – Dass die private Landesuniversität UMIT in Hall für eine ausgeglichene Bilanz 2019/2020 einen Gesellschafterzuschuss des Landes von 400.000 Euro benötigt und selbst Gewinnrücklagen von 270.000 Euro auflöst, wirbelt Staub auf. Im Beteiligungsbericht des Landes für die Geschäftsjahre 2015/ 2016, 2016/2017 und 2017/2018 werden nämlich ebenfalls negative Betriebserfolge von rund einer Million Euro ausgewiesen. Das lässt die UMIT-Führung so jedoch nicht gelten. Dass ein Verlust von 1,7 Millionen Euro behauptet werde, sei nicht richtig, betonen Rektorin Sabine Schindler und Vizerektor Philipp Unterholzner. Das Eigenkapital wird mit 851.510 Euro beziffert.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 wird derzeit der Jahresabschluss erstellt. Tatsache ist allerdings, dass das eigentliche Geschäft mit dem Betrieb der privaten Hochschule von 2015 bis 2018 negativ war und für 2019/2020 außerdem ein beträchtlicher Zuschuss dringend benötigt wird. Das Ergebnis vor Steuern war in den Bilanzen deshalb ausgeglichen, weil die Bedeckung des negativen Betriebserfolgs durch andere Finanzierungen erfolgte. Darauf hat auch schon der Landesrechnungshof in seinem Bericht über die UMIT aus dem Jahr 2014 hingewiesen. „Das Geld stammt aus Beteiligungserträgen, sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Angesichts der angespannten finanziellen Situation fordert das Land Tirol von der UMIT die Vorlage eines strategischen Entwicklungsplans und ein Finanzierungskonzept. (pn)


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