BM Almberger:„Können den Verkehr aus St. Johann nicht aussperren“

Bürgermeister Hubert Almberger reagiert auf die Kritik der Grünen und stellt ein Bus-System in der Marktgemeinde in Aussicht.

Die Belastung der Marktgemeinde St. Johann durch den Verkehr ist nach wie vor ein großes Thema.
© Michael Mader

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Auf Unverständnis ist der St. Johanner Grünen-Gemeinderat Andreas Schramböck bei Bürgermeister Hubert Almberger gestoßen. Wie berichtet, stehen die Grünen in St. Johann dem geplanten „Auffangparkplatz Wieshofermühle“ sehr kritisch gegenüber, weil ihrer Meinung nach die Errichtung eines Parkplatzes unter anderem zu immer noch mehr Verkehr führe.

Sie fordern in diesem Zusammenhang einen City-Bus, bestehende, bereits versiegelte Flächen für die Parkraumbewirtschaftung zu nutzen und ein zukunftsorientiertes, klimaschützendes Park- und Verkehrskonzept und fragen sich, wozu die Tiefgarage beim neuen Klausnerpark errichtet worden sei.

„Der Verkehr ist mir ein großes Anliegen, damit wir eine bestmögliche Lösung für alle zusammenbringen“, betont Almberger. Klar sei aber auch: „Wir können den Verkehr aus St. Johann nicht aussperren. Wir wollen ja bewusst auch ein Ort sein, der frequentiert wird. Der Auffangparkplatz ist Teil unserer Lösung.“ Er rät Schramböck, das Gespräch mit ihm zu suchen und sich mehr mit der Materie zu beschäftigen. So viele private Flächen, die als Parkplatz tauglich wären, gebe es nämlich nicht und die Tiefgarage beim Klausnerpark wurde über die Stellplatzverordnung mit dem Bau des Hauses verknüpft. Almberger: „Das Haus ist noch nicht ganz voll. Ich bin überzeugt, dass die Tiefgarage über kurz oder lang ausreichend frequentiert wird.“

Dass die Verkehrssituation beim geplanten Auffangparkplatz nicht ganz optimal ist, gibt der Bürgermeister zu, aber „die Ausfahrt wird jetzt schon massiv erleichtert und wir haben in diesem Bereich eine wesentlich schlechtere Situation gehabt“.

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Durch die Umsetzung der im Masterplan enthaltenen Maßnahmen gebe es im Ortskern von St. Johann jetzt schon eine massive Verkehrsberuhigung und ein „ausgeklügeltes“ Parkleitsystem werde auch dazu beitragen. „Ich möchte nicht mit Dingen hinausgehen, an denen wir gerade noch arbeiten, aber für ein Bus-System in St. Johann schaut es ganz gut aus“, hält sich Almberger noch bedeckt, verrät dann aber doch, dass angedacht wird, das Skibus-System ganzjährig mit einer höheren Taktung zu installieren. „Eventuell könnten wir auch den Werksverkehr der Firma Egger implementieren, erweitern und vielleicht im Talkessel nutzen“, meint Almberger. Auch AST­i, das Anrufsammeltaxi in St. Johann, funktioniere sehr gut, meint der Bürgermeister abschließend.


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