Gedenkminute bei Berlinale-Eröffnung für Opfer von Hanau

Die Berlinale hat am Donnerstagabend mit einer Schweigeminute für die Opfer des offenbar rassistisch motivierten Anschlags in Hanau begonnen. „Die Ereignisse haben uns sehr betroffen gemacht“, sagte Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek bei der Eröffnungsgala der 70. Ausgabe der Filmfestspiele. Die Berlinale stehe für Freiheit, Toleranz und Respekt, betonte sie.

Gemeinsam mit den geladenen Gästen legte sie eine Gedenkminute ein. In Hanau hatte der mutmaßliche Täter am Mittwochabend aus offenbar rassistischen Motiven in einer Shisha-Bar und einem Kiosk mit angegliedertem Café neun Menschen erschossen und anschließend seine Mutter und sich selbst getötet. Der Anschlag löste in Deutschland und auch international Entsetzen aus.

Als Eröffnungsfilm sollte am Donnerstagabend bei der Berlinale-Gala die kanadisch-irische Produktion „My Salinger Year“ mit der Oscar-nominierten Schauspielerin Sigourney Weaver gezeigt werden. Bei der diesjährigen Berlinale konkurrieren 18 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Die Preise werden von der internationalen Jury am 29. Februar verliehen.

Die Filmfestspiele werden in diesem Jahr von einer neuen Doppelspitze aus dem Italiener Carlo Chatrian und der Niederländerin Rissenbeek geleitet, nachdem das Berlinale-Urgestein Dieter Kosslick im vergangenen Jahr die Leitung nach fast 20 Jahren abgegeben hatte.

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