Opposition fühlt sich in Tarrenz übergangen

Zum wiederholten Mal stimmte die „Aktive Liste“ gegen Tarrenzer Haushaltsplan. Einstimmig wurden dagegen zwei Beschlüsse für den Bau einer Beregnungsanlage der Bewässerungsgenossenschaft Obtarrenz getroffen.

Die Aktive Liste (r.) stimmte geschlossen gegen den Voranschlag.
© Dorn Agnes

Tarrenz – Jedes Jahr aufs Neue spaltet sich die Meinung des Tarrenzer Dorfparlaments über den zu beschließenden Haushaltsplan: So stimmten auch heuer wieder die Listen von Bürgermeister Rudolf Köll und der FPÖ Tarrenz für das Budget 2020 – die mit fünf Mandataren vertretene Liste von GV Kilian Tangl stimmte dagegen.

„Wieso kann man von uns nichts reinbringen? Wenigstens vierteljährlich sollte der Vorstand zusammentreffen“, ärgerte sich Tangl darüber, dass Vorschläge von ihm oder seiner Listenkollegin GV Adelheid Seifert nicht berücksichtigt würden.

Projekte könnten ohnehin das ganze Jahr eingebracht werden, diese erst beim Voranschlag einzubringen, sei aber „reichlich spät“, konterte der Dorfchef, der indes ein Angebot an die Mandatare der Aktiven Liste hatte: Man könne das Budget in Zukunft ja gemeinsam mit den jeweiligen Listenführern durchbesprechen, so der Dorfchef. Und er brachte einen in diesem Sinne lautenden Antrag zugleich mit dem Voranschlag 2020 – der übrigens bei Aufwendungen in der Höhe von rund 6,7 Millionen Euro ein Plus von einer Viertelmillion aufweist – und dem mittelfristigen Finanzplan ein. Die Liste von Tangl stimmte dagegen.

Einstimmig wurden dagegen zwei Beschlüsse für den Bau einer Beregnungsanlage der Bewässerungsgenossenschaft Obtarrenz getroffen: Der ursprünglich ins Auge gefasste Standort für den geplanten Speicherteich sei aufgrund seiner Nähe zu einem Feuchtbiotop nicht genehmigungsfähig, so Köll. Daher sei er vom Projektanten in ein Waldstück verlegt worden, das sich im Eigentum der Gemeinde befinde. Der für den Bau notwendige Weg würde nach Fertigstellung wieder rückgebaut werden, so der Dorfchef. Da es auf den Wald aber Nutzungsrechte gebe, müsse man zuvor die Zustimmung des Nutzungsberechtigten einholen. Diesem könnte man als Ausgleich einen fast fünffach so großen, an das Gebiet angrenzenden Teilwald anbieten. Ansonsten müsste man den Speicherteich doch verlegen, so der Bürgermeister. Denn eine Ablöse sei von den Nutzungsberechtigten bereits abgelehnt worden.

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Sowohl der geplante Bau des Speicherteichs als auch das Angebot für den Tausch des Nutzungsrechts wurden vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. (ado)


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