41,3 Grad Neigung: Kaunertal eröffnet „steilste Skipiste Österreichs“

Am Freitag wurde die Geländeneigung noch einmal nachgemessen. Laut Gletscherbahnen sollen es 87,85 Prozent Gefälle sein.
© Kaunertaler Gletscher

Kaunertal – Schwindelerregende 41,3 Grad Neigung, ein Gefälle von 87,85 Prozent – so manchem Skifahrer wird schwindlig werden, wenn er auch nur hinunterschaut. Am Kaunertaler Gletscher soll am Samstag die „Black Ibex“ eröffnen – „allein der Gedanke daran lässt das Blut in den Adern gefrieren“, so bewirbt man sie von Seiten der Gletscherbahnen. Es soll sich nämlich um die nunmehr „steilste Piste Österreichs“ handeln.

„Ich habe recherchiert“, bestätigt Daniel Frizzi, Sprecher der Gletscherbahnen. Demnach schlage die neue Piste selbst die Streif. Deren stärkstes Gefälle wird mit 85 Prozent angegeben. Ebenfalls sehr steil soll die so genannte „Harakiri“ in Mayrhofen im Zillertal mit einem Gefälle von 78 Prozent oder „Der Lange Zug“ in Lech sein. Dort haben Skifahrer eine 80 Prozent steile Piste zu bewältigen. Ein schwindelerregendes Erlebnis dürften die „Black Scorpions“ sein, mit der das Skigebiet „Silvretta Montafon“ lockt – immerhin 81 Prozent Neigung.

An die neue schwarz markierte Piste am Kaunertaler Gletscher kommt sie damit aber nicht heran. Sie sei mit der „nagelneuen Fallginjochbahn“ erschlossen worden. Vom Falginjoch führen drei Pisten ins Tal. Bisher sei es nicht möglich gewesen, die schwierigste von ihnen in Betrieb zu nehmen, so Frizzi. Die „Black Ibex“ benötige aufgrund ihrer Steilheit besonders viel Schnee. Insgesamt sei die Abfahrt drei Kilometer lang und führe von 3113 auf 2750 Höhenmeter über dem Meer. Die extreme Geländeneigung betreffe rund 500 Meter.

Ob sich da viele heruntertrauen? „Wir werden sehen“, so Frizzi, „irgendwie kommt man immer herunter.“ Die Schneebedingungen am Gletscher seien derzeit sehr gut. (mr)


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