Elefanten, Jaguare und Haie erhalten Schutzstatus

Angesichts des raschen Rückgangs vieler Tierarten weltweit haben Vertreter von mehr als hundert Staaten entschieden, zehn Spezies stärker zu schützen. Bei der 13. UNO-Konferenz über die Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) in der indischen Stadt Gandhinagar ging es dabei auch um die Bewahrung wichtiger Lebensräume.

Asiatische Elefanten, Jaguare, Weißspitzen-Hochseehaie und mehrere Vogelarten kamen neu in die höchste CMS-Schutzliste und entsprechend sollen die Mitgliedsländer das Töten dieser Tiere verbieten. Weitere Arten kamen in die zweithöchste Liste und Länder sollen nun für deren Schutz zumindest enger zusammenarbeiten. Nun müssen die betreffenden Länder verbieten, die Tiere zu töten. Seit Jahrzehnten nehmen Menschen dem Elefanten Lebensraum weg und jagen ihn, wenn er ihre Felder zertrampelt und weil seine Stoßzähne begehrt sind. Der Hai wird besonders wegen seiner Flossen getötet, die in Teilen Asiens eine beliebte Suppenzutat sind und laut Meeresschutz-Organisation Ocean Care bis zu 80 Euro pro Kilo einbringen.

Eine Million Tier- und Pflanzenarten werden Schätzungen der UNO zufolge in den kommenden Jahrzehnten aussterben. Tierschützer sagen, dass der Mensch für die genannten Arten eine große Gefahr sei - etwa durch Jagd und die Zerstörung von Lebensräumen.

Bei der Konferenz wurden deshalb auch Maßnahmen besprochen, die gefährliche Einflüsse menschlicher Aktivitäten auf wandernde Tiere verringern könnten. Zu den Gefahren gehört künstliches Licht, das den Nachthimmel zunehmend erhellt und damit tierische Verhaltensmuster verändern kann. Auch der Bau von immer mehr Straßen und Gleisen, die für wandernde Tiere gefährliche Hindernisse sein können, waren ein Thema.

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Bei der Konvention vertreten sind 129 Staaten, fast alle Staaten Europas - Österreich trat 2005 bei - und Südamerikas sowie die meisten Staaten Afrikas - nicht dabei sind etwa die USA, China und Russland.


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