Neuer ärztlicher Leiter bei der Außerferner Flugrettung

Christian Nußbickel, Facharzt für innere Medizin und Anästhesiologie, steigt zum leitenden Notarzt bei der ARA Flugrettung im Außerfern auf.

Christian Nußbickel, seit 2013 bei der ARA im Dienst, freut sich auf seine neuen Aufgaben als leitender Notarzt.
© ARA/kika

Ehenbichl – Seit wenigen Wochen hat die Crew des in Ehenbichl stationierten Notarzthubschraubers RK-2 der ARA Flugrettung mit Christian Nußbickel einen neuen ärztlichen Leiter. Der 42-jährige gebürtige Allgäuer tritt damit die Nachfolge von Jochen Korgitta an, der 18 Jahre lang mit Engagement und Umsicht die medizinischen Geschicke der ARA Flugrettung im Außerfern geleitet und gelenkt hat.

Aber auch Nußbickel ist kein Neuling. Er versieht bereits seit 2013 bei der ARA Flugrettung als Notarzt Dienst. Nun schlüpft der Obersdorfer, der in der Klinik in Immenstadt die ärztliche Leitung der zentralen interdisziplinären Notaufnahme innehat, im Außerfern in die Rolle des „leitenden Notarztes“.

Der Facharzt für innere Medizin und Anästhesiologie freut sich schon sehr auf seine neue Aufgabe: „Das gesamte Team, mit dem ich am RK-2 arbeiten darf, ist einfach großartig. Fachlich wie menschlich. Ich bin wirklich stolz, dass ich nun zusammen mit dieser Mannschaft in führender Position die Entwicklung der ARA Flugrettung begleiten und mitgestalten darf.“

Wenn es die spärliche Freizeit zulässt, zieht es Nußbickel in die Berge. Entweder mit Familie und Freunden oder als Arzt der Bergwacht Obersdorf.

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Dem scheidenden ärztlichen Leiter, Jochen Korgitta, werden im Bezirk zum Abschied Rosen gestreut. „Korgitta hat den Werdegang der ARA Flugrettung hier im Bezirk ganz entscheidend mitgeprägt. Seine Aufbauarbeit speziell im notärztlichen Bereich war enorm wichtig“, weiß der langjährige ARA-Stationsmanager Michael Schweiger.

Die gemeinnützige ARA Flugrettung ist mit ihren beiden Notarzthubschraubern vom Typ H145 von ihren beiden Österreich-Standorten in Fresach in Kärnten und Ehenbichl aus im Jahr 2019 zu insgesamt 1968 Einsätzen gestartet. Das bedeutet gegenüber dem Jahr 2018 eine Zunahme von 3,5 Prozent. Allein im Außerfern hob die fliegende Intensivstation im Vorjahr 1025-mal ab – im Schnitt sind dies 2,8 Starts pro Tag. Dabei haben Spezialeinsätze mit der Rettungswinde stark zugenommen. 180-mal wurden die Retter 2019 mit der Winde zu den Opfern hinuntergelassen – fast jeder fünfte Einsatz, so viele wie noch nie in der 19-jährigen Geschichte der ARA. (TT, fasi)


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