Trotz mehr als 100.000 Unterstützern: Vorschlag für Krapfen-Emoji abgelehnt

Eine Bäckereikette setzt sich mit der Kampagne #Krapfengate seit Wochen für ein Faschingskrapfen-Emoji ein – vorerst vergeblich. Die Verantwortlichen sehen keinen Bedarf.

Vorerst bekommt der Faschingskrapfen kein eigenes Emoji, eine entsprechende Forderung ist abgeblitzt.
© iStockphoto

Innsbruck – Süß, fettig, köstlich: So schmeckt der Krapfen, der im Fasching in Tirol am liebsten verspeist wird. Erhältlich ist er neuerdings zwar das ganze Jahr, nur in der närrischen Zeit steigt der Verkauf drastisch an. Kein Wunder, es ist halt doch ein Faschingskrapfen. Die Handy-Kommunikation ist aber nicht auf dem letzten Stand. Will man via SMS mitteilen, dass man gerade in einen Krapfen beißt, steht nur ein Donut-Bildchen zu Verfügung. Diese amerikanische Süßspeise mit dem Loch ist vielleicht ein entfernter Verwandter, ein echter Krapfen ist sie aber sicher nicht.

So sollte er aussehen, der geforderte Krapfen-Emoji.
© Ströck

Philipp Ströck von der österreichischen Bäckerei-Kette Ströck hat deswegen Anfang Februar unter dem Hashtag #krapfengate eine Kampagne gestartet. „Gemeinsam machen wir aus diesem Skandal eine Errungenschaft und holen das Krapfen-Emoji direkt in unsere Chatverläufe", heißt es da. Den Wunsch, ein eigenes Krapfen-Emoji ins Leben zu rufen, hat das zuständige Konsortium in den USA bisher jedoch abgelehnt – trotz beinahe 142.000 Unterstützern.

Die Begründung: Es stehe bereit eine große Auswahl an Backwaren im Emoji-Repertoire zur Verfügung, der Krapfen-Vorschlag würde sich nicht stark genug von den anderen abheben. Entmutigen lässt sich Ströck davon nicht, er glaubt weiterhin an sein Anliegen: „Ich bin sehr enttäuscht, aber mein Team und ich geben nicht auf!" Vielleicht klappt es bis zum nächsten Fasching. (TT.com)


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