Schwazer Chor präsentiert „Die Schöne und das Biest“ als Musical

Die Liedertafel Fruntsperg ist im Probenstress: Am 29. Februar hat das Doepke-Musical um den verwunschenen Prinzen Premiere.

Jasmin Bair steht als „Bella“ auf der Bühne, Simon Kräutler verkörpert das „Biest“.
© Pixelstorys

Von Peter Hörhager

Schwaz – Wer kennt sie nicht, die schaurig-romantische Geschichte von der Schönen und dem Biest? Die Liedertafel Fruntsperg macht’s möglich – der verwunschene Prinz wird nun auch in Schwaz geliebt und damit erlöst.

Seit September proben die Sängerinnen und Sänger für ihre neue Produktion. Neben den choreigenen Solisten, allen voran Jasmin Bair als „Bell­a“, wurden mit Simon Kräutler als „Biest“, Kathrin von Sauter als „Fee“ und Wilfried Rogl als „Vater“ auch drei Profis verpflichtet. Seit 1993 stehen im Zwei-Jahres-Rhythmus komplette Musicals auf dem Spielplan der Lieder­tafel Fruntsperg. „Joseph“, „Jesus Christ Superstar“, „Hair“, „Grease“, „Godspell“, „The Scarlet Pimpernel“, „Spamalot“ und „Robin Hood“ waren die bekanntesten. Im Sommer des Vorjahres nahm die Liedertafel übrigens am historisch-musikalischen Tiroler Großprojekt „Die sieben Leben des Maximilian“ teil.

Die Wahl von „Die Schön­e und das Biest“ hat einen einleuchtenden Grund: Der Chor hat vor zwei Jahren die „Robin Hood“-Fassung des deutschen Komponisten Martin Doepke gespielt. „Da uns die musikalische Qualität des Werkes voll und ganz überzeugt hat, wurde beschlossen, heuer ein weiteres Werk desselben Komponisten aufzuführen“, erklärt Chorleiter Josef Egger. Nachsatz: „Wir wissen zwar, dass die Disney-Version desselben Stoffs die deutsche Version an Bekanntheit um ein Vielfaches übersteigt, haben aber erkannt, dass die Qualität der Musik Doepkes der von Alan Menken um nichts nachsteht. Außerdem entstand das deutschsprachige Stück ca. ein Jahr vor dem amerikanischen.“ Wobei anzumerken ist, dass „La Bell­e et la Bête“ ein altes Volksmärchen aus Frankreich ist. Die erste Veröffentlichung erfolgte 1740 durch die Französin Gabrielle-­Suzanne de Villeneuve. Außerdem wollen britische und portugiesische Forscher herausgefunden haben, dass das Märchen wahrscheinlich zwischen 2500 und 6000 Jahre alt ist.

Premiere im SZentrum ist am 29. Februar, weitere Aufführungen sind am 7., 14. und 28. März. Die musikalische Leitung liegt wieder bei Chorleiter Josef Egger, mit der Gesamtleitung und Organisation ist sein Bruder Alois Egger betraut, der seit 30 Jahren Obmann der Liedertafel ist. Für Regie und Choreographie ist Norbert Mladek verantwortlich.

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