Online-Voting gestartet: Vereinigung des Stubaitals ist preisverdächtig

Der Regionalentwicklungsprozess „Stubai United“ ist für den Gemeinde-kooperationspreis nominiert. Erstmals entscheiden nicht nur die Bürger.

Eine schöne Einheit: Die fünf Gemeinden des Stubaitals setzen seit drei Jahren auf eine intensive Zusammenarbeit.
© TVB Stubai/Schönherr

Von Denise Daum

Schönberg –Das Land Tirol und der Gemeindeverband belohnen auch heuer wieder Gemeinden, die über den Tellerrand blicken und sich für diverse Projekte zusammentun. Bislang bestimmten die Tirolerinnen und Tiroler mittels Online-Voting, welches Projekt das Rennen um den Gemeindekooperationspreis (Geko) macht. Heuer entschieden allerdings nicht nur die Bürger, sondern auch eine Fachjury aus politischen Vertretern sowie Experten aus der Verwaltung. Die Jury hat die fünf finalen Projekte bereits gereiht und ihren Sieger damit bestimmt. Das Experten-Urteil bleibt allerdings bis zum Ende der Online-Abstimmung am 1. März unter Verschluss, um eine Wettbewerbsverzerrung zu verhindern. „Nach der Abstimmung werden die Ergebnisse der Experten und der Bürger zusammengezählt und so der Sieger ermittelt“, erklärt Daniel Kandler, Büroleiter von Gemeindereferent Hannes Tratter, im Gespräch mit der TT.

Im Finale um den Geko steht auch das Stubaital mit seinem vor drei Jahren gestarteten Regionalentwicklungsprozess, der unter dem Titel „Stubai United“ läuft. Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, die Attraktivität des Stubaitals als Lebens- und Wirtschaftsraum zu steigern. Maßnahmen wie der gemeinsame Fußballverein FC Stubai oder eine Mitfahrbörse zur Reduzierung des Pendlerverkehrs wurden bereits umgesetzt. Andere Projekte wie der Radweg Stubaital sind in Planung. Aktuell (Stand gestern Nachmittag) liegen die Stubaier mit fast 5900 Stimmen auf Platz zwei. Der Abstand zum derzeit Führenden ist allerdings beachtlich: Die „Tälerübergreifende Zusammenarbeit in Osttirol“ der Gemeinden des Tiroler Gailtales und Kärntner Lesachtales Kartitsch, Lesachtal, Obertilliach und Untertilliach zählt knapp über 12.540 Stimmen.

Auf Platz drei des Onlinevotings liegt aktuell die „Klima- und Energiemodellregion Alpbachtal“ mit etwas über 3570 Stimmen. Weit abgeschlagen sind indes der „Regionale Recyclinghof in Weer“ mit nicht einmal 60 Stimmen sowie das „Pilotprojekt des Planungsverbandes Wörgl und Umgebung“ für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung. Das hat bislang überhaupt erst eine einzige Stimme.

Der Obmann des Planungsverbands Stubai, Hermann Steixner, möchte in der letzten Abstimmungswoche noch ordentlich für das „United“-Projekt mobilisieren. „Ob wir die Osttiroler noch einholen können, ist fraglich, die helfen offenbar gut zusammen“, sagt Steixner.

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Unter www.geko.tirol kann noch bis 1. März abgestimmt werden.


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