„Mehr Integration geht nicht“: Trotzdem droht Tiroler Lehrlingen Abschiebung

Für zwei Lehrlinge in Mangelberufen kam gesetzliche Änderung im Dezember zu spät. Für Asylwerber in Pflegeausbildung wurde Petition gestartet.

Heftige Kritik gibt es auch an Abschiebungen nach Afghanistan, auch von Bischof Hermann Glettler. Weil es ein äußerst unsicheres Land ist.
© dpa

Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Lücken in der neuen gesetzlichen Regelung werden immer offensichtlicher: Bekanntlich hat der Nationalrat im Dezember beschlossen, dass Asylwerber, die vor dem 12. September 2018 eine Lehre in einem Mangelberuf begonnen haben, diese trotz negativen Asylbescheids beenden dürfen. Vielfach erfolgten Ablehnungen aber wenige Tage davor, deshalb herrscht große Unsicherheit. Und dazu gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen. Betroffen davon sind zwei Lehrlinge im Zillertal bzw. in Osttirol. Die Ausnahmeregelung gilt auch nicht für Ausbildungen etwa in der Pflege. Ein Afghane und eine Frau aus Kamerun bangen deshalb um ihren Aufenthalt in Tirol.

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