Tagsätze für Pilotheime in Tirol zu niedrig: Rettungsanker ausgeworfen

Der „Geschäftsführende Ausschuss Pflege“ einigte sich gestern auf neue Tagsätze zur Finanzierung der Wohn- und Pflegeheime. Regierung muss zustimmen.

Mehr wirtschaftlichen Halt für die Pflegeheime verspricht sich der Pflege-Ausschuss durch das gestern verabschiedete Tarifmodell. (Symbolfoto)
© APA/Gindl

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Bereits vor Monaten begannen die Tüfteleien, wie die Tagsatz­kalkulation so angepasst werden kann, dass sie die Heime nicht in die roten Zahlen treibt. Wie berichtet, läuft seit 2018 ein Pilotprojek­t, in welchem derzeit 33 Wohn- und Pflegeheime mit einem neuen, einheitlichen Kosten- und Tarifmodell zu wirtschaften haben. Qualität und Leistung sollten auf diesem Weg­e erstmals vergleichbar und standardisiert werden. Doch die vom Land fixierten Tagsätze (sie werden pro Heim und Bewohner gewährt) waren für die Pilotheime viel zu niedrig. Hinzu kam, dass das Land teils sogar Zuschläge für das Pflegepersonal von den Heimen retour verlangte, weil diese nicht den geforderten Personalschlüssel – Stichwort: Personal­mangel – erfüllen konnten. Nicht nur die ARGE Altenheime forderte deshalb eine starke Nachbesserung der Tagsatzkalkulation (Grundtarif und Pflegepersonal-Zuschlag).

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