Letzte Frist bis Ostern für die Kunstmesse Art

Ein Sanierungsplan für das insolvente Unternehmen kam nicht zustande. Der Schuldenstand ist unverändert. Gesucht wird ein Investor.

Art-Direktorin Johanna Penz ist ungebrochen optimistisch. Sie glaubt, dass die Rettung der Kunstmesse noch gelingt.
© Foto TT / Rudy De Moor

Innsbruck –Das Frage­zeichen über der Kunstmesse Art hält sich hartnäckig. Immer noch ist kein Investor gefunden worden, der das Geld für den Fortbestand des Unternehmens lockermacht.

Mit einem Schuldenstand von 940.000 Euro ist die Art letzten Sommer in die Insolvenz geschlittert. Seither wird versucht, den Betrieb – mit Johanna Penz als Alleingesellschafterin – zu retten.

Aufgrund guter Nachfrage seitens der Aussteller wurde Mitte Jänner die 24. Auflage der Art in der Innsbrucker Messe planmäßig durchgeführt. Masseverwalter Christian Winder fasst das monetär­e Ergebnis dieser Kunst- und Verkaufsschau wie folgt zusammen: „Eine schwarze Null.“ Soll heißen, der Schuldenstand hat sich nicht weiter erhöht. Er wurde aber auch nicht geringer.

Im Februar hätte den Gläubigern ein Sanierungsplan vorgelegt werden sollen. Doch dieser Gerichtstermin wurde abgesagt. „Weil das nötige Geld fehlte, um den Gläubigern 20 Prozent der Forderungen anbieten zu können“, erklärt Winder. Johanna Penz habe vergeblich nach einem Investor gesucht. „Jetzt habe ich selbst mit Interessenten Kontakt aufgenommen“, so Winder. Er hat sich die Zeit um Ostern, in der ersten Aprilhälfte, als Deadline gesetzt: „Da wird entschieden, ob die Art mit Kunstmessen in Salzburg und Innsbruck weiterbestehen kann.“ Andernfalls müssten die Einzelteile des Unternehmens „einer Verwertung zugeführt“ werden.

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Johanna Penz teilt die Einschätzung des Masseverwalters: „Es braucht einen Investor.“ Sie sei unverändert optimistisch, dass es gelingen werde, einen Geldgeber aufzutreiben. „Die Art Innsbruck im Jänner war ein positives Signal“, meint Penz. Für eine Entwarnung sei es allerdings zu früh, räumt sie ein.

Für zusätzliche Anspannung sorgte zuletzt eine, wie Penz es formuliert, „private Sache“. Laut Bezirksgericht stand im März eine Innsbrucker Eigentumswohnung von Penz (Schätzwert: 300.000 Euro) zur Zwangsversteigerung.

Mit gestrigem Tag wurde vom Gericht jedoch der „Entfall“ des schon angesetzten Termins bekannt gegeben. Penz dazu: „Es handelt sich um eine zivilrechtliche Auseinandersetzung. Ich habe rechtliche Mittel ergriffen. Zur Versteigerung wird es nicht kommen.“ (mark)


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