Trends am Arbeitsmarkt im Bezirk Landeck blieben auch 2019 positiv

Das Landecker AMS-Team legte Bilanz vor: Die Arbeitslosenrate ist von 7,6 auf 7,1 Prozent gesunken. Bezirk erzielte die beste Quote seit 30 Jahren.

Nicht nur bei den Köchen herrscht Fachkräftemangel, laut AMS sind zahlreiche Branchen betroffen.
© Parigger

Von Helmut Wenzel

Landeck – Die Bilanz zum regionalen und touristisch geprägten Arbeitsmarkt ist nach 2018 auch für 2019 überwiegend positiv ausgefallen. Dazu hat das Landecker AMS-Team mit Günther Stürz gestern Zahlen und Fakten vorgelegt: Demnach waren bei einem mittleren Stand von 21.052 unselbstständig Beschäftigten durchschnittlich 1606 Personen arbeitslos. „Das sind 108 Personen oder 6,3 Prozent weniger als im Jahr 2018“, resümierte Stürz. Womit die Arbeitslosenquote von 7,6 auf 7,1 Prozent gesunken ist. Zum Vergleich: Die besten Bezirke Österreichs erreichen eine Quote von rund drei Prozent, die Schlusslichter hingegen überschreiten die Marke von zehn Prozent. Vor zehn Jahren hatte Land­eck mit 10,1 Prozent noch in dieser „Liga“ mitgespielt.

Gestern kommentierte das AMS-Team: „Wir haben die niedrigste Quote seit mehr als 30 Jahren.“ Allein in den vergangenen drei Jahren sei die Arbeitslosigkeit im Monatsdurchschnitt um 602 Personen gesunken.

Bedingt durch die Wirtschaftsstruktur stellen die Frauen im Bezirk deutlich öfter einen Antrag auf Arbeitslosengeld als Männer. „Durchschnittlich waren 895 Frauen und 711 Männer arbeitslos“, zeigte Stürz auf.

Etwas gesunken ist die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen – im Schnitt waren 382 (-15) Jobs sofort verfügbar. In diesem Zusammenhang hoben Andreas Kopp und Carmen Praxmarer (beide stellvertretende AMS-Leiter) hervor: Man wisse, dass manche Betriebe ihre offenen Stellen gar nicht melden. „Es ist wichtig, dass wir wissen, wo Mitarbeiter fehlen. Nur so können wir auf den Jobbörsen im In- und Ausland reagieren und die neuen Online-Kanäle nutzen.“ Womit der „eJob-Room“ sowie die „AMS Job App“ gemeint sind. Kopp empfiehlt: „Registrierte Betriebe können dort ihre freien Stellen auch selber eingeben.“

Nach wie vor bleibe der Arbeitsmarkt kräftig in Bewegung. Beim Landecker AMS trafen 2019 nicht weniger als 10.860 Anträge auf Arbeitslosengeld ein. Zudem habe man 4569 offene Stellen besetzen können. Stürz schätzt, dass in der Hochsaison bis zu 9000 Mitarbeiter in der Freizeitwirtschaft (Gastronomie, Seilbahnen, Skischulen) beschäftigt sind. Ein positiver Trend liege auch in der verkürzten Winterpause der Bauwirtschaft. Stürz: „Das heißt, es gibt mehr Beschäftigung. Womit das AMS weniger Arbeitslose aus dem Bau- und Baunebengewerbe hat.“


Kommentieren


Schlagworte