Für Tiroler Kinder mit Behinderung „braucht es Recht auf Assistenz“

Der Verein Integration bezeichnet die Inklusions-Situation in Tirol als „Katastrophe“. Kritisiert wird, dass weiter in den Ausbau von Sonderschulheimen investiert wird.

Kinder mit Behinderung werden in Tirol im Alltag immer noch „sehr diskriminiert und von der Gesellschaft als bemitleidenswerte Opfer statt selbstbestimmte Menschen gesehen“, sagt Flieger.
© FatCamera

Von Brigitte Warenski

Innsbruck –„Der Staat Österreich muss insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen noch vieles verbessern, um ihre Rechte laut UN-Kinderrechtskonvention zu wahren. Allen voran steht das Recht auf inklusive Bildung vom Kindergarten an“, so Herbert Pichler, Präsident des Österreichischen Behindertenrates, anlässlich der Überprüfung der UN-Kinderrechtskonvention durch den UN-Kinderrechtsausschuss im Jänner 2020.

Besonders schlecht sieht es beim Thema Inklusion in Tirol aus, wie der Bundesrechnungshof auch in seinem Bericht festgestellt hat. Österreichweit sind 63,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in den Regelschulbetrieb integriert. In Tirol sind es nur 54,9 Prozent, und das, obwohl Tirol als gesamtes Bundesland „Inklusions“-Modellregion ist, wie die Zahlen der Statistik Austria für das Schuljahr 2018/19 zeigen.

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