Bischof bestätigt Imster Stadtpfarrer bis Herbst 2021

Um Gerüchte über eine von Imst aus angetriebene Abberufung von Pfarrer Alois Oberhuber auszuräumen, kam sogar Bischof Glettler.

Zu seinem 75. Geburtstag zelebrierte Pfarrer Alois Oberhuber (r.) gemeinsam mit Diakon Andreas Sturm ein Hochamt. Auch heuer im Juni soll er seinen 80. Geburtstag wieder als Stadtpfarrer feiern.
© MK Imst

Von Alexander Paschinger

Imst – Eine eigens beigelegte Information von Innsbrucker Bischofsbüro, Imster Bürgermeisteramt sowie Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderat im aktuellen Imster Pfarrblatt klärt die Gerüchtslage rund um den Imster Stadtpfarrer Alois Oberhuber auf: Der Ehrenbürger der Stadt Imst „wird im Juni seinen 80. Geburtstag feiern und dann, wenn es die Gesundheit erlaubt, noch ein Jahr der Pfarre Imst als Seelsorger vorstehen“, heißt es darin. Mit dem 1. September 2021 werde er in den mehr als verdienten Ruhestand wechseln und „für Aushilfen zur Verfügung stehen, ohne die Last einer Pfarrverantwortung tragen zu müssen“.

„Ich werde heuer 80 und hatte eigentlich schon vor, noch ein, zwei Jahre das Priesteramt hier auszufüllen“, erklärt Oberhuber gegenüber der TT. Deshalb war er doch überrascht, als ihm vom Bischofsvikar mitgeteilt wurde, dass er mit 80 Jahren von der Dienstverpflichtung entlastet würde. Dazu kursierten Gerüchte, wonach diese Abberufung von Imst aus vorangetrieben würde.

Imst hat den höchsten Kirchturm Tirols und die Pfarre gilt als größte der Diözese Innsbruck.
© Paschinger

In der Folge kam es am Montag in Imst zu einer Besprechung, bei der neben Oberhuber und Bischof Hermann Glettler auch Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrat sowie Vertreter von Vereinen und Bürgermeister Stefan Weirather anwesend waren. Dabei stellte der Diözesanbischof klar, dass er selbst neue Regelungen eingeführt hat: So sollten etwa Pfarrer alle 15 Jahre ihren Dienstort wechseln (Oberhuber ist seit 2000 Imster Stadtpfarrer). „Ebenso ist es sinnvoll, Pfarrer spätestens beim Erreichen des 80. Lebensjahres von der Dienstverpflichtung der Leitung einer großen Pfarre oder eines großen Seelsorgeraumes zu entlasten“, heißt es. Imst gilt als größte Pfarrgemeinde der Diözese.

Oberhuber stehen mit Andreas Sturm und Walter Hofbauer zwei Diakone zur Seite. Diese helfen vor allem auch bei den rund 75 jährlichen Taufen in der Stadt. „Ich muss nicht selber alles machen“, lobt der Stadtpfarrer generell das Engagement der Mitarbeiter und Pfarrgemeindemitglieder. In einer „normalen“ Woche kommt er selbst auf sechs Messfeiern in den verschiedenen Kirchen, außerdem stehen Besuche im Pflegezentrum und Altenwohnheim oder Messen in Schulen an. Und heuer gab es bereits 14 Beerdigungen.

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Insgesamt zeigt sich der Stadtpfarrer über den Zuspruch erfreut, der ihm bei dieser Aussprache entgegengebracht wurde: „Ich bin froh, dass man so geschätzt wird.“ 2010 wurde Oberhuber Ehrenbürger der Stadt. Er kann sich vorstellen in Imst zu bleiben und ab Herbst 2021 eine Wohnung in Brennbichl zu beziehen.


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