Kindergarten Falkenstein in Schwaz will bei Eltern mit Flexibilität punkten

GR Julia Muglach (l.), Kindergartenleiterin Katharina Farkas und BM Hans Lintner freuen sich auf die großen Kinderaugen am Montag.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Die Arbeiten im neuen Kindergarten Falkenstein in Schwaz laufen heute noch auf Hochtouren. Denn am Montag ist es so weit: Die ersten Kinder beziehen die neuen Räume. Hier werden noch Geräte montiert, dort kleine Schlafplätze geschaffen und Möbel aufgestellt. Neben dem Kindergarten gibt es auch Kinderkrippenplätze.

Das ehemalige Gasthaus Falkenstein hat ausgedient. Der Gebäudekomplex ist voller sozialer Einrichtungen des Sprengels oder der Lebenshilfe bis hin zur Tagesbetreuung für Schulkinder im Hort. „Da haben wir festgestellt, dass für uns anstatt einer Gastronomie eine andere Struktur besser fürs Haus ist“, sagt BM Hans Lintner. Zudem musste die Stadt auf einen Engpass an Kinderbetreuungsplätzen aufgrund von kurzfristigen Zuzügen im Ortsteil Dorf reagieren. 550.000 Euro wurden für den Kindergartenbau investiert.

Endspurt bei den Arbeiten im neuen Kindergarten Falkenstein.
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Leiterin Katharina Farkas freut sich auf die „kleinen und großen Zwerge“. Ihr Ziel sei es, auf jedes Kind so gut wie möglich individuell einzugehen. Daher starte man nicht mit einer Vollauslastung. Zehn Kindergartenkinder und sechs „Zwerge“ für die Krippe dürfen am Montag die neuen Räume auf Herz und Nieren testen. „Ich habe schon noch einige Kinder auf der Liste und manche sind für die nächsten Wochen und Monate angekündigt“, sagt Farkas.

Für Jugendreferentin Julia Muglach ist wichtig, dass in Schwaz „jedes Kind gleich viel wert ist“. Man habe die Tarifmodelle anderer städtischer Kindergärten unter die Lupe genommen und sich entschieden, die Preise zwischen Kindergarten und -krippe anzugleichen. „Viele Gemeinden brüsten sich mit einem Gratis-Kindergarten – aber auch nur für 20 Stunden pro Woche – und schlagen dann oft bei den Preisen für die Kinderkrippe voll zu“, sagt Muglach. In einer Aussendung der Stadt heißt es, dass die Schwazer Krippenplätze „so günstig wie nirgends“ seien. Doch da rudert BM Lintner zurück: „Wir sind tirolweit vielleicht nicht die Günstigsten. Aber wir haben flexible und günstige Tarife wie sonst kaum wo.“ Gerade die Flexibilität erleichtert den Eltern laut Muglach den Alltag. So wurden nicht nur die Zeiten ausgedehnt, sondern Eltern können ihre Kinder z. B. während Besuchen beim Arzt oder Notar auch über Mittag bzw. am Nachmittag für ein paar Stunden vorbeibringen.

Eine Besonderheit in Schwaz ist zudem, dass es eine Koordinationsstelle für eine gute Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Kindergärten gibt.


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