Felipe gibt FPÖ Transitnachhilfe

Tirols Verkehrsreferentin wundert sich über die Kritik, dass sie für die steigenden Transitzahlen verantwortlich sei.
© Thomas Böhm

Für FPÖ-Chef Markus Abwerzger benötigt es in der Justizanstalt Innsbruck jetzt intern Ruhe und Gespräche miteinander, aber kein Gegeneinander. „Schuld am Frust ist die jahrelange unbefriedigende Situation für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justizanstalt, aber auch für die Inhaftierten.“ Abwerzger übt heftige Kritik an den ÖVP-Justizministern bis 2019, weil sie den Beamten der Justizwache nicht den Stellenwert zuerkannt hätten, den sie verdienen würden.

Dass FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker sie in der Transitdebatte im Nationalrat persönlich für den Zuwachs des Verkehrs über den Brenner verantwortlich gemacht habe, will Tirols Verkehrsreferentin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) so nicht hinnehmen. „Die dramatischen Steigerungen der Warenverkehre in ganz Europa und insbesondere über die Alpenpässe sind laut Fachleuten der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und dem aktuellen Konsumverhalten, unter anderem Online-Shopping und kostenlose Rücksendung, geschuldet“, sagt Felipe. Es sei wohl auch nicht schlüssig erklärbar, dass es in ihre Zuständigkeit fiele, dass die Verkehre in Venti­miglia seit 2013 um rund 23 Prozent gestiegen seien und in Tarvis gar um 30 Prozent. (pn)

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2,5 Millionen LKWs donnern jedes Jahr über den Brenner. Das ist beträchtlich mehr als über jeden anderen Alpenübergang Europas und das zu vergleichbar niedrigen Kosten. Alle Parteien in Österreich sind sich einig, dass es so nicht weiter gehen kann. Doch wie kann und soll es weiter gehen?


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