Bikepark und Galitzenklamm waren Hotspots für Lienzer Bergrettung

Die Bergrettung Lienz blickte in ihrer Generalversammlung auf ein einsatzstarkes Jahr zurück. Sieben Mitglieder kamen neu dazu.

Die neuen Bergretter Michael Mußhauser, Alexander Kollnig und Verena Blassnig (vorne, v. l.) mit Bezirksleiter Peter Ladstätter, Einsatzleiter Fabian Mariacher, Neuzugang Patrick Gassner und Peter Thaler, Ausbildungsleiter Mathias Pargger, Neuzugang Fabio Kollreider, Ortsstellenleiter-Stv. Roland Mitteregger und Ortsstellenleiter Thomas Zimmermann (hinten, v. l.).
© Agu Daniela

Von Daniela Agu

Lienz – Ortsstellenleiter Thomas Zimmermann ist zufrieden: „Das Team der Bergrettung Lienz hat sich 2019 wieder bewiesen. Wir können auf grenzgeniale Leistungen zurückblicken. Der Aufwand hat zugenommen!“ Im vergangenen Jahr leisteten die Helfer 1698 Stunden bei 53 Einsätzen mit jeweils durchschnittlich elf Bergrettern.

Vor allem im Bikepark, wo es wiederholt zu schweren Verletzungen gekommen sei, habe man eingreifen müssen. Auch die Klettersteige der Galitzenklamm waren ein Hotspot, da wurden meist erschöpfte Kletterer abgeholt. Zimmermann rät allen Berg­liebhabern, eine Unfallversicherung abzuschließen, die auch Einsätze der Bergrettung und des Hubschraubers beinhaltet. Er klagt, dass oft die Gebühren für die Einsätze nicht einbringlich seien.

Einsatzleiter Fabian Mariacher stimmte zu, dass die Arbeit fordernd war und das Team oft an die Grenzen seiner Belastbarkeit gestoßen sei. „Vor allem die Sucheinsätze sind ein Nervenspiel. Sie ziehen sich mitunter über Tage und verlangen uns Geduld und Ausdauer ab.“ Ausbildungsleiter Mathias Pargger berichtete von 28 Übungen, die punktgenau für spätere Einsätze gepasst hätten. Neben Lawinenübungen, Hubschraubertraining und Felsbergungsübungen hatte man schon im Vorfeld die Bikertrails im Visier. Auch auf den Skiweltcup sei man bestens vorbereitet gewesen.

Bezirksleiter Peter Ladstätter überbrachte die Grüße der Landesleitung. Er lobte die Ortsstelle Lienz für ihre erfolgreichen Sucheinsätze. Für ihn steht die Fähigkeit zur Improvisation im Mittelpunkt. Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik sicherte zu, sie werde sich dafür einsetzen, dass der Planungsverband Lienzer Talboden zumindest die Hälfte des dringend benötigten neuen Einsatzfahrzeuges finanziert. Der Bus ist in die Jahre gekommen und muss 2020 durch einen neuen ersetzt werden. Blanik freute sich darüber, dass die Bergrettung Lienz keine Nachwuchssorgen hat. Auch heuer haben wieder sieben Anwärter ihr Curriculum abgeschlossen und wurden nun offiziell aufgenommen. Blanik unterstrich, dass diesmal mit Verena Blassnig eine Frau dabei ist.

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