Rapid-Sieg mit Chancenwucher als Schönheitsfehler

Rapid scheint in der Fußball-Bundesliga immer besser in Schwung zu kommen. Beim 3:1-Heimsieg am Sonntag über den SV Mattersburg zeigten sich die Hütteldorfer über weite Strecken spielfreudig wie selten zuvor in dieser Saison und sind nun bereits seit acht Partien ungeschlagen. Nur ein Makel blieb - der fahrlässige Umgang mit Großchancen.

Möglichkeiten für einen deutlicheren Erfolg gab es zuhauf, wurden aber teilweise stümperhaft vergeben. „Wenn wir im Abschluss genauer gewesen wären, hätten wir mehr Tore geschossen. Das ist das Einzige, das ich bekritteln kann“, erklärte Trainer Dietmar Kühbauer.

Allein Thomas Murg kam einem Treffer viermal ganz nahe. „Zwei hätten mindestens drin sein müssen“, meinte der Flügelspieler und gestand: „Die Chancenauswertung verfolgt uns schon ein bisschen.“ Auch Christopher Dibon hätte sich mehr Treffer gewünscht. „Wir müssen weiter an der Chancenverwertung arbeiten“, forderte der Innenverteidiger.

Allerdings überwog bei Dibon die Freude darüber, dass seine Mannschaft überhaupt so viele Gelegenheiten herausarbeitete. „Wir hatten richtig viele gute Aktionen nach vorne“, betonte der 29-Jährige. Dieser Meinung schloss sich auch Kühbauer an. Der Coach lobte sein Team für die Offensivleistung. „Chancen zu kreieren, ist sehr schwierig.“ Allerdings ließ Rapid in der ersten Hälfte auch viele Chancen zu, vor allem im Zuge von Standardsituationen. „Da haben uns die Mattersburger in Bedrängnis gebracht“, gab Dibon zu.

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Erst nach einer Adaptierung in der Pause kippte die Partie auf Rapids Seite. „Wir haben höher attackiert, dann hat Mattersburg im Spielaufbau mehr Stress bekommen“, erzählte Kühbauer und zog zufrieden Bilanz: „Es geht voran.“

Der Aufschwung der Grün-Weißen kommt zur richtigen Zeit, schließlich wartet in der kommenden Woche das Auswärtsmatch gegen den WAC. Im Lavanttal geht es um den begehrten Rang drei, der möglicherweise einen Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase bedeutet.

Derzeit haben die drittplatzierten Rapidler zwei Punkte Vorsprung auf die Wolfsberger, doch selbst ein grün-weißer Sieg in Kärnten wäre angesichts der Punkteteilung und dann noch zehn ausstehender Runden keine Vorentscheidung. „So schlau sind wir alle“, sagte Kühbauer.

Der Ex-Teamspieler kann gegen den WAC mit großer Sicherheit wieder auf Stefan Schwab setzen. Der Kapitän, der Vaterfreuden entgegenblickt, erlitt bei seinem zweiten Kopfballtor gegen Mattersburg bei einem Zusammenstoß mit Alois Höller eine Kopfverletzung und musste wenig später ausgetauscht werden. Erste Tests deuteten nicht auf eine Gehirnerschütterung hin. „Wie wertvoll er für uns ist, hat man heute wieder gesehen“, sagte Kühbauer.


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