Früher Baustart senkt Arbeitslosigkeit, Tirol mit stärkstem Rückgang

Tirol verzeichnet das stärkste Arbeitslosen-Minus. Fast die Hälfte der Jobs in Österreich wird in einem Jahr neu besetzt.

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Innsbruck –Aufgrund des milden Winters sind auch in Tirol die Bagger heuer besonders früh aufgefahren. Das schlägt sich auch in der Arbeitslosenstatistik nieder. In Tirol waren Ende Februar 17.473 Personen (inkl. Schulungsteilnehmer) ohne Arbeitsplatz – das sind um 7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Beschäftigung stieg um 1,1 Prozent. „Erfreulich ist die nach wie vor hohe Nachfrage der Tiroler Betriebe nach Arbeitskräften“, erklärt Tirols AMS-Chef Anton Kern.

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Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent weist Tirol die niedrigste Arbeitslosigkeit aller Bundesländer auf, betonte gestern das AMS Tirol. Auch im Tourismus ging die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich zurück. Auch bundesweit gab es Ende Februar mit 399.359 Arbeitslosen weniger Personen ohne Beschäftigung als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent.

Am Bau, im Tourismus und in der Forst- und Landwirtschaft ist der Arbeitsmarkt allerdings durch eine hohe Fluktuation bzw. viele saisonale Job-Unterbrechungen gekennzeichnet. Insgesamt wurden im Jahr 2019 bundesweit rund 1,88 Millionen Dienstverhältnisse von Unternehmen angemeldet, 1,79 Millionen abgemeldet, geht aus einer aktuellen Spezialauswertung des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. Damit sei fast die Hälfte der 3,81 Millionen Arbeitsplätze in Österreich innerhalb eines Jahres neu besetzt worden.

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Die Zahlen inkludieren laut AMS auch Arbeitsplätze, die mehrmals im Jahr besetzt wurden – beispielsweise in Saisonbranchen (Wiederanmeldungen) –, An- und Abmeldungen von befristeten Arbeitsverhältnissen und Dienstverhältnissen, die in der Probezeit gelöst und dann wieder neu besetzt wurden. In der Zeitarbeitsbranche und im Tourismus werden die Jobs im Jahresverlauf durchschnittlich 1,7- bzw. 1,5-mal neu besetzt. (mas, APA)

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Europa

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist im Jänner auf einem niedrigen Niveau geblieben. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote habe wie im Vormonat auf 7,4 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurozone am Dienstag in Luxemburg mit. Niedriger war die Arbeitslosenquote zuletzt im März 2008. Danach stieg sie infolge der globalen Finanzkrise kräftig.

In der Eurozone waren laut Eurostat zuletzt insgesamt 12,179 Millionen Menschen arbeitslos. Das sind 1000 mehr als im Vormonat.

Die Unterschiede zwischen den nationalen Arbeitsmärkten der Eurozone sind allerdings weiter hoch. Während die Arbeitslosenquote in Deutschland und den Niederlanden am niedrigsten ist, liegt sie in Griechenland und Spanien immer noch wesentlich höher. Allerdings sind die Quoten dort in den vergangenen Jahren deutlich gefallen.

Quelle: Eurostat


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