Mittlerweile 90.900 Coronavirus-Fälle in 73 Ländern

Weltweit haben sich laut dem Berliner Robert Koch-Institut inzwischen rund 90.900 Menschen in 73 Ländern nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Allein China hat nach offiziellen Angaben 80.280 Infizierte. „Das Geschehen verlagert sich etwas weg von China, und der Rest der Welt wird vermehrt betroffen“, teilte das Institut am Dienstag mit.

Seit Montag seien in China offiziell 115 Fälle hinzugekommen, in den restlichen 72 Ländern 1.700 Fälle. Es handle sich weiterhin um eine dynamische und ernst zu nehmende Situation. In China flacht die Kurve der Neuinfektionen aber ein wenig ab. Insgesamt sind 2.934 Menschen in China an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben.

In Österreich gab es bis Dienstagvormittag 21 bestätigte Infektionsfälle, in Deutschland wurden bisher 188 Fälle bestätigt. Die Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland werde aktuell als „mäßig“ eingeschätzt.

In Italien wurden am Montag 18 Coronavirus-Tote verbucht. Damit sind in dem südlichen Nachbarland Österreichs bereits 52 Menschen an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Es gab aber auch positive Nachrichten. So wurde am Montag bekannt gegeben, dass die ersten Kranken aus dem Sperrgebiet Lodi in der Lombardei genesen sind. Sie hätten die Intensivstation des Mailänder Krankenhauses „Sacco“ verlassen, teilten die Behörden der Lombardei mit. In der norditalienischen Region waren weiterhin 478 Menschen im Krankenhaus, davon 127 auf der Intensivstation. Insgesamt flacht aber auch in Italien die Zahl der neuen Coronavirus-Infektionen ab.

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Die Zahl erfasster Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea stieg auf mehr als 5.000. Die Gesundheitsbehörden meldeten im Verlauf des Dienstags über 800 weitere Fälle, bei denen sich Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit ansteckten. Die Gesamtzahl erreichte 5.186 - so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, stieg im Vergleich zum Vortag um fünf auf 31. Präsident Moon Jae In sagte, das gesamte Land befinde sich „in einem Krieg gegen eine Infektionskrankheit“.

In Südkorea steigt die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle hingegen weiterhin stark an. Am Montag gab es 600 positive Testungen, teilte die koreanische Gesundheitsbehörde mit. Drei Menschen verstarben an der neuartigen Lungenkrankheit, womit insgesamt 34 Tote in dem asiatischen Land verbucht wurden. Insgesamt sind in Südkorea 4.812 Coronavirus-Fälle bestätigt worden.

Die USA wollen unterdessen die Einschleppung des Virus durch eine weitere Verschärfung von Kontrollen verhindern. US-Vizepräsident Mike Pence sagte in Washington, dass Flugreisende aus Italien und Südkorea in die USA ab Dienstag „zu 100 Prozent“ kontrolliert würden. Je nach Entwicklung der Fälle würden auch die - etwa für China geltenden - Einreisebeschränkungen auf weitere Länder ausgeweitet. Die USA hatten am Montag vier weitere Coronavirus-Todesfälle vermeldet. Bei der überwiegenden Mehrheit der Infizierten handelt es sich um Personen, die sich im Ausland angesteckt haben.

Italien zeigt sich unterdessen wegen der zunehmenden Zahl von Ländern, die Einreiseverbote für seine Bürger wegen der Coronavirus-Epidemie verhängen, befremdet. „Es irritiert uns, zu erfahren, dass einige Länder unsere Mitbürger im Ausland ohne Kriterien zurückweisen“, protestierte der italienische Außenminister Luigi Di Maio. „Wir werden auf sinnlose Einreiseverbote reagieren. Italien ist ein Land, das Respekt verdient und verlangt“, sagte Di Maio im Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“.


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