Markus Plattner inszeniert Uraufführung in Hopfgarten

In Hopfgarten entsteht im Juni 2020 ein engagiertes Theaterprojekt. Die Volksbühne freut sich über eine Uraufführung in Hörbrunn.

Das Organisationsteam des Theaterprojektes: Kulturreferent Josef Ehrlenbach, Volksbühnen-Obmann Josef Achraine­r, Autor Ernst Spreng, Regisseur Markus Plattner und Bürgermeister Paul Sieberer (v. l.).
© Spreng

Hopfgarten i. Br. – Die Sehnsucht, Teil von etwas Besonderem zu sein, treibt den Menschen an. Wenn dies­e Sehnsüchte und Träume scheitern, steht man dann auch an einem Scheideweg. Von den Sehnsüchten und dem damit verbundenen möglichen Scheitern handelt auch „Glashütt – die Sehnsucht des Sandkorns“, das im Juni 2020 in der Kirchenruine Hörbrunn in Hopfgarten zum ersten Mal öffentlich aufgeführt wird. Das Stück bietet aber auch tiefe Einblicke in diesen einmaligen Ort. Mitt­e der 19. Jahrhunderts stand hier eine große Glasfabrik. Die Sehnsucht des Besitzers war es, seinen Mitarbeitern eine Kirche zu bauen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde aber die Kirche nicht fertig. Und so steht die Ruine Hörbrunn heute da: unfertig und ein Denkmal für gescheiterte Träume.

„Das Stück zeigt nicht nur die Geschichte dieses Ortes auf“, erklärt der Tiroler Autor Ernst Spreng. „Es befasst sich vielmehr damit, wie wir mit unseren Sehnsüchten umgehen – und dem damit verbundenen möglichen Scheitern.“ So entstand auch der Titel des Stückes. Aus einzelnen Sandkörnern wird in der Glasschmelze ein größeres Ganzes, ein schönes Glas. Aber dieses Glück, Teil von etwas Größerem zu sein, ist zerbrechlich. „Die menschliche Sehnsucht ist eine der großen Triebfedern unseres Lebens“, meint der Autor, „wir müssen aber auch damit umgehen können, dass sich Träume mitunter nicht erfüllen.“

Die Vorbereitungen für dieses Theaterprojekt laufen seit mehr als einem Jahr, seit wenigen Wochen wird nun auch geprobt. Hier kommt ein neuer Name ins Spiel: Der Volksbühne Hopfgarten ist es gemeinsam mit dem Autor und der Gemeinde Hopfgarten gelungen, den bekannten Tiroler Regisseur Markus Plattner für dieses Projekt zu gewinnen. Plattner ist seit Jahrzehnten wichtiger Teil der Tiroler Theaterszene und konnte 2019 mit seiner Inszenierung der Passionsspiele Erl und dem Freilichttheater „Silberberg“ in Schwaz gleich zwei große Erfolge feiern.

Jetzt befasst er sich in Hopfgarten mit einer neuen Spielstätte, einem historischen spannenden Ort und der Sehnsucht, dieser Ruine neues Leben einzuhauchen. (TT)

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