Wimmer unterstützt Rendi-Wagner bei SPÖ-Mitgliederbefragung

Nachdem mehrere rote Landesorganisationen - allen voran Wiens Bürgermeister Michael Ludwig - SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ausgerichtet haben, dass sie nicht für die Mitgliederbefragung mobilisieren werden, bekommt sie nun öffentlich Unterstützung. FSG-Chef Rainer Wimmer, kündigt in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Mittwochausgabe) an, für die Parteichefin zu mobilisieren.

Die SPÖ entscheidet ab Mittwoch für rund ein Monat über das Schicksal ihrer Parteichefin Rendi-Wagner. Die rund 158.000 Mitglieder haben bis 2. April Zeit kundzutun, ob sie mit der ersten Vorsitzenden der Parteigeschichte weitermachen wollen.

„Wir werden schauen, dass die Beteiligung hoch ist. Wir werden natürlich laufen für den Mindestlohn, die Hacklerregelung, das Recht auf Kinderbetreuung“, so FSG-Chef Wimmer. Schließlich gehe es bei der SP-Mitgliederbefragung auch darum, welche Themen in der Partei künftig Schwerpunkte werden. Und auch bei der Vertrauensfrage sagte er klar, wie er diese beantworten wird: „Ich stehe persönlich ganz sicher hinter der Vorsitzenden“, so der Vorsitzende der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian hatte zuletzt offen gelassen, wie er bei der Befragung stimmen wird.

Auch aus Tirol kommt zum Auftakt der ab heute bis 2. April laufenden Befragung Unterstützung. Rendi-Wagner sei die gewählte Vorsitzende, dem entsprechend werde auch sein Stimmverhalten sein, erklärte Landesparteichef Georg Dornauer gegenüber dem ORF Tirol. Diese Unterstützung für die Bundesparteichefin habe er immer zum Ausdruck gebracht, so Dornauer, der mit Rendi-Wagner nicht immer gerade ein friktionsfreies Verhältnis hatte.

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Aktiv mobilisieren für die Mitgliederbefragung will der Tiroler SPÖ-Chef indes - wie viele andere Landesorganisationen - aber nicht. Die Mitglieder seien „mündig genug“, den Fragebogen auszufüllen und zu retournieren. „Ich glaube nicht, dass es an der Mobilisierung scheitern wird“, meinte Dornauer, der einmal mehr klarmachte, dass er Rendi-Wagners Vertrauensfrage für entbehrlich bzw. nicht notwendig erachte.


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