WK möchte Fortführung der Einkaufsnacht „Ganz Innsbruck tanzt“

Karl Ischia, Obmann der Bezirksstelle Innsbruck der Wirtschaftskammer, ist von der Absage der Einkaufsnacht „überrascht“. Das Stadtmarketing prüft die Übernahme des Events. Der ursprüngliche Termin (5. Juni) könnte halten.

Die Lange Einkaufsnacht in Innsbruck zieht Jahr für Jahr die Massen an.
© Thomas Boehm / TT

Von Denise Daum

Innsbruck –Vielleicht hat es sich doch noch nicht ausgetanzt. Karl Ischia, Obmann der Bezirksstelle Innsbruck der Wirtschaftskammer, lässt die Absage der Einkaufsnacht „Ganz Innsbruck tanzt“ des Innenstadtvereins aktuell prüfen, wie er gestern in einer Aussendung mitteilt. Die Absage kam für Ischia demnach „mehr als überraschend. Denn die Vorbereitungen liefen bereits.“ Sogar der Termin stand schon fest: 5. Juni. „Für mich als Obmann der Bezirksstelle und Aufsichtsratsvorsitzenden des Innsbruck-Marketings stellt sich deshalb die Frage, ob eine kurzfristige Übernahme durch das Innsbruck-Marketing möglich ist“, sagt Ischia und verweist darauf, dass Shopping nicht nur ein wesentliches Reisemotiv für den Städtetourismus sei. „Erlebnisshopping ist zudem die beste Antwort des stationären Handels auf den Online-Handel.“ Die Wirtschaftskammer sagt jedenfalls ihre Unterstützung im Hinblick auf eine Fortführung der Frühjahrs-Shopping-Night zu und lädt alle Betroffenen zu einem runden Tisch.

Bernhard Vettorazzi, Chef des Stadtmarketings, prüft derzeit die Möglichkeit, die Veranstaltung zu übernehmen. Für ihn steht das Einkaufserlebnis im Vordergrund. „Für mich ist das wichtigste Kriterium, dass die Veranstaltung einen Impuls für den Shoppingstandort Innsbruck bringt.“

Vettorazzi kann auf einen großen Erfahrungsschatz und Strukturen im Hintergrund zurückgreifen. Immerhin hat das Stadtmarketing mit „innsbruck@night“ die Lange Einkaufsnacht im Oktober erfunden. Heuer feiert das Herbstevent sein Zehn-Jahr-Jubiläum. Hier könnten für die Organisation der Frühjahrs-Shopping-Night Synergien genutzt werden. Den ursprünglich ausgegebenen Termin 5. Juni einzuhalten, sei sportlich, aber im Fall machbar, sagt Vettorazzi. „Der Vorteil ist, dass sich den 5. Juni bereits viele Partner im Kalender vorgemerkt haben.“

Wichtig sei für Vettorazzi auch, dass die Einkaufszentren ins Boot geholt werden. „Die Veranstaltung braucht eine gewisse Dimension, damit sie erfolgreich ist. Ich würde es nicht begrüßen, wenn nur ein Teil mitmacht“, erklärt Vettorazzi. Dem Vernehmen nach sollen nämlich vor allem die Einkaufszentren nicht mehr bereit gewesen sein, bei „Ganz Innsbruck tanzt“ mitzuzahlen.

Auf jeden Fall weiter mitmachen will der Tourismusverband Innsbruck, wie Geschäftsführerin Karin Seiler-Lall betont. Die Frühjahrs-Shopping-Night sei eine schöne Ergänzung. „Wir fänden es schade, wenn das Event nicht mehr stattfindet.“

Wie auch immer die Prüfung des Stadtmarketings ausgeht, einer wird seine Geschäfte am 5. Juni abends so oder anders öffnen: Josef Einwaller. „Wir tanzen auf jeden Fall. Unsere Kunden wollen das, wir haben die Bühne schon organisiert“, betont Einwaller.


Kommentieren


Schlagworte