Geheime Debatte ums Freizeitzentrum Kabooom in Kaltenbach

Die Feststellungen des Überprüfungsausschusses zum Kaltenbacher Freizeitzentrum wurden vertraulich diskutiert.

Die Baukosten des Kabooom beschäftigen die Mandatare in Kaltenbach, da das Budget von 2,4 Mio. € netto überschritten worden sein soll.
© Dähling

Von Angela Dähling

Kaltenbach – Sie ist bis dato so etwas wie eine ewige Baustell­e und dauernder Reibepunkt in der Gemeinde Kaltenbach – die ehemalige Tennishalle bzw. das jetzige Freizeit­zentrum Kabooom.

Mit 1. Dezember ging das Freizeitzentrum in Betrieb, obwohl noch nicht alles fertig gestellt war. Und das ist es noch immer nicht: Eine zehnseitige Mängelliste sei an die Professionisten ergangen, berichtete Bürgermeister Klaus Gasteiger bei der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Einen Pächterwechsel beim Bistro hat das Kabooom bereits hinter sich. Die Gastronomin kündigte am 27. Dezember den Vertrag. Ein Nachfolger war jedoch vor Ablauf der sechsmonatigen Kündigungsfrist gefunden: Im Februar fand die Übergabe statt.

„Es dauert zwei bis drei Jahr­e, bis so eine Einrichtung richtig läuft“, rechtfertigt sich BM Gasteiger. Im Überprüfungsausschuss lässt man sich damit allerdings nicht vertrösten. Das ließ GR Andre­a Kersch­dorfer (Neue Liste Kaltenbach) durchblicken: „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit sollte der Gemeinderat erfahren, was der Überprüfungsausschuss festgestellt hat“, sagte sie und beantragte, den Punkt – zur Überraschung etlicher Mandatare – im vertraulichen Teil zu behandeln, was dann auch so passierte.

Angeblich soll es dort ziemlich hitzige Diskussionen gegeben haben. Der Grund: Das Budget für das Kabooom von 2,4 Mio. € netto soll massiv überschritten worden sein. Bereits während der Bauphas­e sei dies der Fall gewesen, einige Firmen würden auf längst fällige Teilzahlungen warten. Vorab ließ BM Gasteiger wissen, er sei für einen transparenten Prozess. Es sei noch vieles abzuarbeiten und es lägen noch keine Endabrechnungen vor. Eine Budgetüberschreitung streitet er nicht ab, Details dazu bleiben aber bis dato geheim.

TT-ePaper gratis testen und eines von drei E-Bikes gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Kritik gab es auch wegen der 17.000 €, die zwei Kontrollposten vom 27. Dezember bis 2. Februar gekostet haben. Sie haben täglich dafür gesorgt, dass die Gemeinde­straße beim Skiliftzentrum Hoch­zillertal nicht verparkt wird, und Parksünder gestraft. „Inzwischen verrichtet nur noch einer Dienst, die Zeiten wurden auch gekürzt“, informierte der Bürgermeister.


Kommentieren


Schlagworte