Landesstatistik zeigt höchste Abwanderung in Landeck

Der „Abwandererbezirk“ Landeck kann die negative Quote der Wanderungsbilanz nur dank einer positiven Geburtenrate ausgleichen.
© Wenzel

Landeck – Liegt das Problem der erfolglosen Nachbesetzung von vier Kassenarztstellen an der Attraktivität von Landeck als Wohnort? – Eine Studie zu dieser Frage gibt es (noch) nicht. Bemerkenswert­e Zahlen und Fakten zum Thema Bevölkerungsentwicklung hat jedenfalls die Landesstatistik aufbereitet. Demnach gibt es nur zwei Bezirke mit negativer Wanderungsbilanz (mehr Abwanderung als Zuwanderung) in den vergangenen zehn Jahren – Landeck und Lienz. Wobei der Saldo für Landeck bei -1053 Personen oder -2,4 Prozent liegt. Lienz hat eine Quote von -2,2 Prozent. Nur eine positive Geburtenbilanz (1312 mehr Geburten als Sterbefälle) hab­e den Bevölkerungsrückgang durch Abwanderung ausgleichen können, heißt es im Kommentar zur Situation im Bezirk Landeck.

Ein Blick auf die Bevölkerungsentwicklung zeigt: Am 31. Dezember 2008 zählte der Bezirk 44.103 Einwohner, zehn Jahre später 44.362 Einwohner, was eine Steigerung von 269 Personen oder 0,6 Prozent bedeutet. Im Bezirk Imst ist die Einwohnerzahl im selben Zeitraum um sechs Prozent auf 60.056 gestiegen. Gewinner in diesem Ranking ist Innsbruck-Stadt mit einem Plus von 12,7 Prozent (132.110 Einwohner). (hwe)

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