Sexuelle Belästigung in Innsbruck: 40-Jähriger attackierte zuvor seine Mutter

Nach zwei Gewalttaten und sexuellen Übergriffen in der Innenstadt wurde die U-Haft verhängt.

Symbolbild.
© STOCTANG

Innsbruck – Der mutmaßliche Sexualstraftäter von der Maria-Theresien-Straße – für Polizei und Staatsanwaltschaft eine tickende Zeitbombe. Die sexuellen Übergriffe auf mindestens zwei Frauen am vergangenen Wochenende waren keine Einzelfälle. Der 40-Jährige soll auch schon seine Mutter zweimal attackiert und einmal in eine lebensgefährliche Situation gebracht haben.

Und zwar im Oktober des vergangenen Jahres in einer Wohnung im Osten von Innsbruck. Hausbewohner hörten kurz nach Mitternacht die Hilfeschreie der 63-jährigen Nachbarin und schlugen Alarm. Ein Polizeieinsatz war die Folge. Die Beamten kamen keine Minute zu früh. Wie sich herausstellte, hatte der Sohn offenbar die Frau geschlagen und auch „massiv gewürgt“, erinnert sich Christoph Kirchmair, Leiter der Innsbrucker Kriminalpolizei. Das Opfer war angeblich bereits am Rande der Bewusstlosigkeit, als die Polizisten eintrafen. Am vergangenen Donnerstag soll es zu einem weiteren Fall von häuslicher Gewalt gekommen sein. Und wieder war das Opfer die Mutter des Beschuldigten. Diesmal soll die Situation für die Innsbruckerin aber nicht lebensbedrohlich gewesen sein.

Nur einen Tag später folgten die Übergriffe des 40-Jährigen in der Maria-Theresien-Straße: Wie Zeugen beobachteten und die Ermittlungen der Polizei ergaben, soll der Innsbrucker in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere Frauen obszön angesprochen und auch unsittlich berührt haben. Zwei Opfer sind mittlerweile identifiziert, weitere Frauen dürften auf eine Anzeige verzichtet haben und sind daher unbekannt. Polizeibeamte konnten den Innsbrucker festnehmen. Doch auch da gab’s Probleme – der Beschuldigte soll die Beamten bedroht und Widerstand geleistet haben.

So kam es, dass die Staatsanwaltschaft nach den sexuellen Übergriffen am Wochenende die Reißleine zog und für den Verdächtigen die Untersuchungshaft beantragte. „Um schlimmere Straftaten zu verhindern“, begründete Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Seither befindet sich der 40-Jährige in der Justizanstalt. Für den Innsbrucker gilt die Unschuldsvermutung. (tom)


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